AKTIE IM FOKUS

Aixtron profitiert weiter von Fantasie rund um KI-Stromhunger 05.11.2025, 10:18 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
AIXTRON 28,62 EUR ±0,00 % Lang & Schwarz

FRANKFURT (dpa-AFX) - Eine Empfehlung durch die Experten der Barclays-Bank hat die zuletzt bereits deutlich verbesserte Stimmung für die Aixtron -Aktien am Mittwoch noch angeheizt. Anleger scheinen das erwartete Übergangsjahr 2026 bereits abzuhaken und sich zunehmend auf das langfristige erhoffte Potenzial durch neue Energiearchitekturen für stromhungrige KI-Rechenzentren zu konzentrieren.

Die Aixtron-Papiere legten am Vormittag in einem schwachen Gesamtmarkt um 6,5 Prozent auf 16,73 Euro zu, was ein Hoch seit über einem Jahr bedeutete. Seit der Veröffentlichung der endgültigen Resultate des dritten Quartals vergangenen Donnerstag summieren sich die Kursgewinne mittlerweile auf mehr als 30 Prozent - und das in einem Gesamtmarkt, dem nach einer längeren KI-Rally zunehmend die Luft ausgeht.

Der Maschinenbauer für die Chipindustrie hatte sich in der vergangenen Woche verhalten positiv geäußert und mit Blick auf das kommende Jahr Hoffnung auf etwas Rückenwind seitens der Solar- und LED-Industrie gemacht. Alles in allem bleibe die Vorhersagbarkeit für die Aixtron-Geschäfte in Summe für 2026 aktuell aber noch gering, hatte Konzernchef Felix Grawert in einer Telefonkonferenz mit Analysten allerdings auch betont.

Dabei geht es vor allem um Anlagen zur Herstellung bestimmter Leistungshalbleiter, bei denen sich Kunden zuletzt eher zurückhielten. Hier lässt ein neuer Investitionszyklus auf sich warten; das Timing ist ungewiss. Auf perspektivisch anziehende Geschäfte mit diesen Maschinen scheinen Anleger an der Börse nun aber mehr und mehr zu setzen.

Konkret erwarten sie Rückenwind etwa durch die Einführung neuer 800-Volt-Architekturen für KI-Rechenzentren, die sowohl Chips aus Galliumnitrid (GaN) als auch aus Siliziumcarbid-Chips (SiC) benötigen. Diese sind effizienter als herkömmliche Siliziumchips. So entwickeln Unternehmen wie Nvidia , Texas Instruments und Infineon 800-Volt-Gleichstrom-Stromverteilungsarchitekturen.

"Das exponentielle Wachstum der künstlichen Intelligenz übersteigt zunehmend die Kapazitäten der aktuellen 54-V-Stromversorgungssysteme in Rechenzentren. Die Umstellung auf eine zentralisierte 800-VDC-Architektur reduziert Leistungsverluste und steigert gleichzeitig die Effizienz und Zuverlässigkeit", hatte es etwa von Infineon vor einiger Zeit geheißen.

Auf die Bedeutung dieser neuen Strom-Architektur für Aixtron hatte vor wenigen Tagen die Investmentfirma Kerrisdale Capital verwiesen und damit am Montag eine Kursrally ausgelöst. Aixtron sei die nächste große Wette mit Blick auf KI und Rechenzentren und vermutlich der am meisten unterschätzte KI-Profiteur der Branche, hieß es.

Aixtron kommt laut dem Experten auf einen Marktanteil von 70 bis 90 Prozent in den meisten Bereichen seines Produktportfolios. Da Materialien wie Galliumnitrid (GaN), Siliziumkarbid (SiC) und Indiumphosphid (InP) für Leistunganforderungen verwendet würden, die mit einfachem Silizium nicht erreichbar seien, "hat sich Aixtron zu einem wichtigen Wegbereiter für einige der derzeit stärksten technologischen Umstellungen entwickelt."

In gleiche Horn stieß nun Analyst Rohan Bahl von Barclays. Chips zum Management der für KI benötigten Energie könnten zur aufregenden Wachstumsstory für den Halbleiterausrüster werden, schrieb er in einer Studie. Er sieht rund 100 Millionen Euro Umsatzchance jährlich - mit weiterem Überraschungspotenzial. Er hob das Kursziel von 12 auf 20 Euro an und stufte die Aktien in der Folge von "Equal Weight" auf "Overweight" hoch.

Mit dem neuen Kursziel sieht Bahl auch nach dem Kurssprung vom Mittwoch mittelfristig noch rund 20 Prozent Luft nach oben für das Aixtron-Papier. Selbst damit würde der Kurs aber noch deutlich unter dem Mehrjahreshoch von knapp 40 Euro bleiben, auf das er Ende 2023 gestiegen war. Anschließend war es deutlich nach unten gegangen wegen mangelnder Schwung in der Elektromobilität sowie teils schwieriger Industriemärkte abseits des KI-Booms./mis/bek/stk

Kommentare (0) ... diskutiere mit.
Werbung

Handeln Sie Aktien bei SMARTBROKER+ für 0 Euro!* Profitieren Sie von kostenloser Depotführung, Zugriff auf 29 deutsche und internationale Börsenplätze und unschlagbar günstigen Konditionen – alles in einer innovativen, brandneuen App. Jetzt zu SMARTBROKER+ wechseln und durchstarten!

*Ab 500 EUR Ordervolumen über gettex. Zzgl. marktüblicher Spreads und Zuwendungen.

k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
Werbung
Weiter abwärts?
Kurzfristig positionieren
Ask: 4,27
Hebel: 6
mit moderatem Hebel
Smartbroker
Goldman Sachs
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie hier: GW2J47. Beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung. Der Emittent ist berechtigt, Wertpapiere mit open end-Laufzeit zu kündigen.
Weitere News

3:02 Uhr • Artikel • dpa

Gestern 21:05 Uhr • Artikel • dpa-AFX

Gestern 21:05 Uhr • Artikel • dpa-AFX

Gestern 20:58 Uhr • Artikel • dpa-AFX

Gestern 20:49 Uhr • Artikel • dpa-AFX

Gestern 20:45 Uhr • Artikel • dpa-AFX

Gestern 20:41 Uhr • Artikel • dpa-AFX

Schreib den ersten Kommentar!

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer