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Jahresplus bei Henkel weg - Schwacher Start 2026 und Ölpreise 11.03.2026, 15:16 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Henkel VZ 64,99 EUR +0,11 % Lang & Schwarz

FRANKFURT (dpa-AFX) - Ein wohl schwacher Jahresstart von Henkel hat den vom Iran-Krieg ausgelösten Kursrutsch der Vorzugsaktien am Mittwoch zusätzlich befeuert. Am frühen Nachmittag büßte das Papier des Konsumgüter- und Klebstoffherstellers 4,4 Prozent auf 69,90 Euro ein und zählte damit zu den Schlusslichtern im Dax . Es sackte obendrein auch unter die 200-Tage-Durchschnittslinie bei aktuell rund 71,50 Euro, die den längerfristigen Trend signalisiert.

In den anderthalb Wochen seit der Nahost-Eskalation haben die Vorzugsaktien damit 16 Prozent eingebüßt und zugleich auch ihre Gewinne seit Jahresbeginn.

Analysten verwiesen vor allem auf die unerwartet deutliche Wachstumsverlangsamung im Bereich Adhesive Technologies, der Klebstoffsparte, im vierten Quartal 2025 sowie auf den Jahresauftakt. So senkte Analystin Wassachon Udomsilpa von der kanadischen Bank RBC nach der Vorlage des Zahlenwerks ihre Wachstumsschätzungen moderat, um den sich fortsetzenden geopolitischen Unsicherheiten und der Enttäuschung im Klebstoff-Segment Rechnung zu tragen. Ihr Kursziel passte sie zugleich von 78 auf 75 Euro an und bekräftigte ihre neutrale Einschätzung "Sector Perform".

Barclays-Analyst Warren Ackerman erläuterte Positives und Negatives in der Geschäftsentwicklungen des Schlussquartals. Während die Sparte Consumer Brands die Erwartungen übertroffen habe, sei die Schwäche im Geschäftsfeld Automobil und Elektronik auf die Klebstoffsparte durchgeschlagen.

"Das Hauptthema ist jedoch die Prognose eines schwachen Starts in das Jahr 2026 und die breit gefasste operative Profitabilitätsprognose von 14,5 bis 16,0 Prozent", schrieb er. Entsprechend stelle sich etwa die Frage, was in Bezug auf die Öl- und Erdgaspreise zu erwarten sei. Denn "Henkel ist anfällig für die Entwicklungen der Rohstoffpreise, wie in den Jahren 2021 bis 2023 zu sehen gewesen ist", wie etwa Analystin Celine Pannuti von JPMorgan ergänzend schrieb.

Barclays-Experte Ackerman erinnerte aber auch daran, dass Henkel im vergangenen Jahr ein sehr schwaches erstes Quartal gehabt habe. Insgesamt blieben aber mehr Fragen als Antworten offen, resümierte er, auch wenn Henkel davon ausgehe, dass das Auftaktviertel 2026 weiterhin innerhalb der Prognose für das Gesamtgeschäftsjahr liegen werde, womöglich aber am unteren Ende. "Allerdings könnte die Prognose für das Ergebnis je Aktie (EPS) wiederum am oberen Ende herauskommen, sobald alle Akquisitionen berücksichtigt sind."

Pannuti richtete den Fokus zudem darauf, dass Henkel kein neues Aktienrückkaufprogramm angekündigt hat und geht obendrein von erst einmal leicht sinkenden Konsensschätzungen für das EPS 2026 aus. Nach der Telefonkonferenz resümierte sie: Insgesamt ist der Start in das neue Geschäftsjahr schwach verlaufen und beeinträchtigt die Sichtbarkeit einer Erholung der Absatzmengen, während eine potenziell höhere Rohstoffinflation - sofern die aktuellen Preise Bestand haben - die Margenverbesserung wie in den Jahren 2021 bis 22 gefährden könnte."/ck/err/mis

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