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Leichte Gewinne - ASML legen deutlich zu 15.01.2026, 12:20 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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PARIS/LONDON/ZÜRICH (dpa-AFX) - Europas Aktienmärkte haben am Donnerstag leicht zugelegt. Insgesamt blieben Investoren aber vorsichtig nach zuletzt starker Entwicklung und der anlaufenden US-Berichtssaison.

Der EuroStoxx 50 stieg gegen Mittag um 0,52 Prozent auf 6.036,27 Punkte. Ähnlich sah es außerhalb des Euroraums an der britischen Börse aus. Der britische Leitindex FTSE 100 kletterte um 0,55 Prozent auf 10.240,26 Punkte. Der Schweizer SMI zog um 0,22 Prozent auf 13.493,98 Punkte an.

Positive Signale gab es von der Konjunktur. Die Industrieproduktion der Eurozone war im November stärker als erwartet gestiegen. Im Vergleich zum Vormonat legte sie um 0,7 Prozent zu, wie das Statistikamt Eurostat am Donnerstag in Luxemburg mitteilte. Volkswirte hatten im Schnitt einen Anstieg um 0,5 Prozent erwartet. Zudem wuchs die deutsche Wirtschaft 2025 leicht und hofft weiter auf Aufschwung im neuen Jahr.

Stärkster Sektor waren die Technologiewerte. Für Nachfrage nach Halbleiterwerten sorgte der Chiphersteller Taiwan Semiconductor (TSMC) mit seinen Geschäftszahlen und dem starken Ausblick für das erste Quartal. Nachfrage und Profitabilität blieben hoch und zeichne sich keinerlei Abschwächung bei Investitionen in Künstliche Intelligenz (KI) ab. ASML zogen um über fünf Prozent an und verzeichneten damit ein neues Hoch.

Die Aktien von Richemont und der Luxussektor konnten Anfangsgewinne nicht halten. Der Schweizer Schmuck- und Uhrenkonzern hatte zwar im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2025/26 trotz hoher Vorjahresbasis den Umsatz kräftig gesteigert und die Vorgaben der Analysten übertroffen. Einmal mehr lief das Geschäft in den Schmuckhäusern auf Hochtouren. Allerdings warnte Richemont davor, dass negative Währungseffekte und gestiegene Rohmaterialkosten auf die Margen drücken. Die Aktie gab um 1,6 Prozent nach. Auch Swatch fielen nach Anfangsgewinnen ins Minus. Kering sanken sogar um 3,7 Prozent.

Ölwerte schwächelten ebenfalls. Die Ölpreise hatten wegen der Hoffnung auf das Ausbleiben eines Militärschlags der USA gegen den Iran kräftig nachgegeben. "Anleger haben quasi über Nacht eine plötzliche Neubewertung der geopolitischen Risiken vorgenommen, was zu einem scharfen Rückgang der Ölpreise und Edelmetalle führt", merkte Analyst Jochen Stanzl, Marktanalyst der Consorsbank, an./mf/mis

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