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Anleger-Optimismus prägt das Bild vor dem Wochenende 18.07.2025, 12:05 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Anleger am deutschen Aktienmarkt bleiben zuversichtlich. Risiken durch den Handelsstreit zwischen den USA und der EU spielen weiterhin nur eine unterordnete Rolle. Bestimmende Themen bleiben der KI-Megatrend sowie die Hoffnung auf eine Belebung der deutschen Wirtschaft. Daran änderte auch ein pessimistischerer Geschäftsausblick des Stahlkochers Salzgitter wenig, dem die aktuelle Konjunkturunsicherheit das Leben schwer macht.

Der Salzgitter-Aktienkurs brach am Freitag im SDax zwar ein, für den Gesamtmarkt aber ging es nach oben. Der Dax stieg gegen Mittag um 0,3 Prozent auf 24.448,60 Punkte. Der MDax stieg um 0,7 Prozent auf 31.223,27 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 legte ebenfalls moderat zu.

Nachdem der Dax die wichtige technische Marke von 24.000 Punkten in der laufenden Woche verteidigen konnte, läuft er nun weiter auf seinen rund eine Woche alten Rekord von 24.639 Punkten zu. Zu Wochenbeginn hatte der Handelsstreit zwischen den USA und der EU die Aktienmärkte belastet, nachdem US-Präsident Donald Trump der EU mit hohen Einführzöllen gedroht hatte. Mittlerweile hat bei den Investoren aber ein gewisser Gewöhnungseffekt Einzug gehalten. Anleger setzen weiter auf Verhandlungslösungen. Sollte allerdings keine Einigung gefunden werden, könnte es turbulent werden an der Börse.

Für Rückenwind sorgten im Wochenverlauf auch eine Lockerung der US-Auflagen für Halbleiterexporte nach China sowie Geschäftszahlen des weltgrößten Chipauftragsfertigers TSMC . Die hohe Nachfrage nach Hochleistungs-Computer-Chips im Zusammenhang mit Künstlicher Intelligenz lässt die Gewinne des Konzerns weiter sprudeln. Das trieb auch hierzulande die Aktien von Halbleiterunternehmen und Branchenausrüstern wie etwa Infineon , Aixtron und Kontron an.

"Trotz aller Risiken aus dem schwelenden Handelskonflikt und der Zukunft der US-Notenbank bleiben die Anleger in Kauflaune, es herrscht scheinbar weiterhin Anlagenotstand", schrieb Experte Jürgen Molnar von RoboMarkets. Damit spielt er auch auf die Unsicherheit hinsichtlich der Zukunft des Chefs der US-Notenbank Jerome Powell an, den Trump schon länger zu Zinssenkungen drängt.

"Wer nicht drin ist im Markt, will und muss rein, und wer drin ist, bleibt drin, weil es scheinbar nur noch nach oben geht", so Molnar weiter. Noch spreche auch die Saisonalität für den Aktienmarkt, ab August könnte sich der Wind aber drehen.

Am Freitag richten sich die Blicke am deutschen Markt vor allem auf die Aktien von Salzgitter . Der Stahlkonzern senkte nach einem schwachen zweiten Quartal die Prognosen für das Gesamtjahr. Auch in der zweiten Jahreshälfte sei noch keine spürbare Markterholung zu erwarten, hieß es vom Unternehmen. Für den Aktienkurs ging es um rund 17 Prozent nach unten, 2025 steht aber immer noch ein Kursplus von 37 Prozent auf dem Zettel.

Nach einer Abstufung durch das Investmenthaus Jefferies fielen zudem die Aktien von SMA Solar noch weiter zurück. Die Papiere des Herstellers von Solar-Wechselrichtern rutschten um 11 Prozent auf 19,63 Euro ab. Jefferies-Experte Constantin Hesse sprach von einem düsteren Ausblick, kappte sein Kursziel auf 16 Euro und votiert nun mit "Underperform". In seiner Begründung findet sich fast alles, was Anleger ungern hören: Nachfrageschwäche, drohende Abschreibungen und wohl noch nicht ausreichende Sparmaßnahmen.

Die Papiere des Essenlieferdienstes Delivery Hero erholten sich hingegen um gut 6,5 Prozent vom jüngsten Kursrutsch, nachdem sich Analyst Jo Barnet-Lamb positiv geäußert hatte. Der Marktanteil der südkoreanischen Essenslieferplattform von Delivery Heros-Tochter Woowa sei im Juni gestiegen, schrieb der Experte in einer Studie.

Nordex -Papiere stiegen im Sog des Konkurrenten Vestas um gut 2 Prozent. Für die Vestas-Papiere ging es in Kopenhagen um zwölf Prozent rauf, nachdem die Analysten von JPMorgan sie empfohlen hatten. Hinzu kam ein Großauftrag für den Windkraftanlagenbauer. Für Vestas hellte sich damit das Chartbild deutlich auf./mis/men

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