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Anleger zögern wegen anhaltender Nahost-Unsicherheit 24.03.2026, 12:07 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Die anhaltende Unsicherheit rund um den Iran-Krieg lässt die Anleger nicht los. Im Mittelpunkt stand am Dienstag die Frage, ob die Zwischenerholung zu Wochenbeginn nur ein Strohfeuer war. Im frühen Handel konnte der Dax DE0008469008 zwar etwas zulegen, doch die Lage blieb angespannt. Gegen Mittag verlor der Leitindex dann 0,26 Prozent an Wert mit einem Stand von 22.596 Punkten.

Am Montag war der Dax zunächst klar unter die Marke von 22.000 Punkten gesackt auf ein Tief seit etwa elf Monaten, bevor eine Kurznachricht von US-Präsident Donald Trump Hoffnung auf ein mögliches Abkommen mit dem Iran machte. Die Nachrichtenlage bleibt seitdem aber verworren und der Preis für ein Fass der Nordsee-Ölsorte Brent verharrte knapp über der Marke von 100 US-Dollar. Geprägt vom Iran-Krieg hat sich die Stimmung in den Unternehmen der Eurozone im März denn auch verschlechtert.

In der zweiten deutschen Börsenliga sank der MDax DE0008467416 zuletzt um 0,17 Prozent auf 28.181 Punkte, während der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx EU0009658145 auch leicht mit 0,15 Prozent im Minus lag. Für die wichtigsten Indizes in New York zeichnete sich am Dienstag ein wenig bewegter Auftakt ab.

Nachdem Trump ein Ultimatum für Angriffe auf iranische Energieanlagen verschoben hatte, erwähnte der Börsenbrief-Autor Hans Bernecker am Morgen wieder einmal den sogenannten "TACO-Trade", der für "Trump Always Chickens Out" steht und die Erwartung ausdrückt, dass Trump bei seinen Ankündigungen Rückzieher macht. Offenbar habe der US-Präsident die Situation als so verfahren angesehen, dass er sich und den Märkten erst einmal etwas Luft verschaffen wollte. Wegen der Wankelmütigkeit Trumps stellt der Experte aber ein großes Fragezeichen dahinter, ob ein baldiges Kriegsende realistisch ist.

Zu Belastung für den Dax wurden die fast drei Prozent tieferen SAPDE0007164600-Aktien. Nachdem die US-Bank JPMorgan ihr bisher optimistisches Votum für das Index-Schwergewicht aufgegeben hat, erreichten die Aktien ein Tief seit Januar 2024. Analyst Toby Ogg argumentierte, das Bild einer erwarteten Wachstumsbeschleunigung und Margenexpansion habe sich bei den Walldorfern geändert.

Auch die BayerDE000BAY0017-Aktien waren mit 2,4 Prozent Minus unter den großen Dax-Verlierern. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtete, will der 2023 eingestiegene Aktionär Inclusive Capital Partners ein Aktienpaket des Pharmakonzerns los werden. Der Agentur zufolge werden die Anteile zu einem Preis von 37,45 Euro je Aktie angeboten, der nahe am aktuellen Kurs liegt.

Vor dem Hintergrund der Unsicherheit im Zuge des Nahost-Konflikts sorgte die Deutsche Bank im Chemiesektor für Gesprächsstoff mit einer Reihe an Umstufungen. Dazu zählt, dass Analystin Virginie Boucher-Ferte in BASF DE000BASF111 und Brenntag DE000A1DAHH0 letztlich Profiteure sieht, die sie nun zum Kauf empfiehlt. Beide Aktien gehörten mit einer Erholung um bis zu 4,5 Prozent zu den Spitzenwerten im Dax.

Ohne eine Hochstufung der Deutschen Bank setzten aus dem Chemiesektor die Lanxess-Aktien DE0005470405 ihre Erholung um fünf Prozent fort. Ein Börsianer verwies darauf, dass zuletzt vermehrt Anleger mit den Titeln auf fallende Kurse gesetzt hätten. Neuerdings wieder anziehende Kurse könnten auf die Schließung solcher Leerverkaufspositionen hindeuten, hieß es.

Im Nebenwertebereich gab es am Dienstag Zahlen von Nagarro DE000A3H2200, Indus Holding DE0006200108 und Drägerwerk DE0005550636 auszuwerten. Nachhaltig auffällig waren davon eigentlich nur die Indus-Titel, die mit fast drei Prozent Plus von einer angehobenen Dividende profitierten.

Klare, etwa acht Prozent große Kursgewinne gab es beim Prothesenhersteller Ottobock DE000BCK2223. Die Titel setzten ihre Erholung nach einer Kaufempfehlung der UBS fort. Analyst Graham Doyle schrieb in seiner Studie, dass er nach dem massiven Kursrutsch inzwischen ein klares Chancen-Übergewicht sieht.

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