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Dämpfer nach Erholung - Ölpreise steigen 09.04.2026, 08:20 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Nach der Erholungsrally zur Wochenmitte fehlen am europäischen Aktienmarkt am Donnerstag die Anschlusskäufe. Bei wieder gestiegenen Ölpreisen agieren die Anleger defensiver: Der X-Dax DE000A0C4CA0 signalisierte für den deutschen Leitindex Dax DE0008469008 zuletzt ein Minus von 0,5 Prozent auf 23.956 Punkte.

Nach Israels verheerenden Luftangriffen im Libanon droht der Iran, die gerade erst mit den USA vereinbarte Waffenruhe platzen zu lassen. Die USA müssten sich entscheiden - "entweder Waffenruhe oder Fortsetzung des Krieges via Israel. Sie können nicht beides haben", schrieb Außenminister Abbas Araghtschi auf der Plattform X. US-Präsident Donald Trump drohte dem Iran ebenfalls mit einer neuen militärischen Eskalation, falls es nicht zu einem umfassenden Abkommen kommen sollte.

Tags zuvor war der deutsche Leitindex nach der vereinbarten Waffenruhe im Iran-Krieg zwischenzeitlich bis auf 24.163 Punkte gesprungen. Hier lief er sich im Bereich mehrerer längerfristiger technischer Trendbarometer - der einfachen 200-Tage-Durchschnittslinie sowie der 100- und 50-Tage-Linie - jedoch fest.

Die Ölpreise bleiben der wichtigste Gradmesser für die Inflations- und Konjunktursorgen am Markt, und damit die Risikofreude der Anleger. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juni war tags zuvor mit fast 90 US-Dollar auf das tiefste Niveau seit Mitte März gesackt. Inzwischen kostet Brent-Öl wieder 96,6 Dollar.

Analyst Frank Sohlleder vom Handelshaus ActivTrades mahnte zur Vorsicht: "Die Angst vor neuen geopolitischen Beben bleibt das dominierende Narrativ." Anleger reagierten extrem nervös auf jeden Newsticker - sei es zur finalen Öffnung der Straße von Hormus oder gar zu den brandgefährlichen Diskussionen über einen US-Austritt aus dem Militärbündnis Nato.

Unter den Einzelwerten rückt Elmos Semiconductor DE0005677108 in den Blick. Das Halbleiterunternehmen will eigene Aktien einziehen. Mit der Maßnahme solle die künftige Flexibilität mit Blick auf mögliche Aktienrückkäufe erhöht werden, hieß es zur Begründung. In dem nervösen Umfeld half die Nachricht zunächst nicht: Die Anteilsscheine notierten im vorbörslichen Handel auf der Plattform Tradegate knapp ein Prozent unter dem Schlusskurs vom Mittwoch. Die Flugbegleiter der Lufthansa DE0008232125 sind für Freitag zu einem Streik aufgerufen. Die Papiere fielen auf Tradegate um mehr als zwei Prozent, nachdem sie zur Wochenmitte um gut zehn Prozent in die Höhe geschnellt waren.

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