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Dax etwas leichter - Ölpreise bleiben im Fokus 17.03.2026, 08:20 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach seinem soliden Wochenauftakt dürfte sich der Dax am Dienstag trotz eines wieder leicht höheren Ölpreises relativ stabil halten. Der X-Dax signalisierte für den deutschen Leitindex rund eine Stunde vor Handelsbeginn ein Minus von 0,3 Prozent auf 23.493 Punkte.

Es ist der nunmehr zwölfte Handelstag, seit die USA und Israel den Militärschlag gegen den Iran gestartet haben, und am deutschen Aktienmarkt scheinen die Hoffnungen auf ein rasches Ende des Kriegs hoch zu sein. "Die meisten haben sich offensichtlich dazu entschieden, die aktuelle Krise ohne große Handelstätigkeit auszusitzen", konstatierte Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners. Dabei verwies er auf die geringen Handelsumsätze, die auch zum Wochenstart erneut deutlich unter den historischen Mittelwerten gelegen hätten.

Aktuell kostet ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Nordseesorte Brent mit 104 Dollar rund vier Prozent mehr als tags zuvor. Das Hoch lag vor rund einer Woche bei knapp 120 Dollar, was der höchste Stand seit 2022 war und heftige Konjunktur- und Inflationssorgen geschürt hatte. Besonders im Fokus stehen daher alle Nachrichten über den wichtigsten Versorgungsweg für Energielieferungen, die Straße von Hormus, die vom Iran faktisch blockiert ist.

Zunehmend in den Blick rücken aber auch die großen Zentralbanken. So entscheidet die US-Notenbank Fed am Mittwoch über ihren Leitzins, die EZB am Donnerstag, und auch in Großbritannien und Japan wird in dieser Woche über die Leitzinsen entschieden.

Spontane Zinsveränderungen in den USA und der Euroregion in dieser Woche werden zwar als unwahrscheinlich angesehen, doch erhofft werde sich "von den schriftlichen Statements oder zumindest von den Fragerunden mehr Einblicke, ob die Erwartung steigender Leitzinsen in der Eurozone und ausbleibender Zinssenkungen in den USA richtig ist", so Altmann.

Unternehmensseitig dürfte sich die Aufmerksamkeit vor allem auf Einzelwerte aus der zweiten und dritten Börsenreihe richten. So gab der Labor- und Pharmazulieferer Sartorius vor dem Start seines Kapitalmarkttags an diesem Tag neue Mittelfristziele ab 2027 bekannt. Ein Händler sagte dazu, dass vor allem das Margenziel erklärt werden müsse. Zudem ist er skeptisch, dass die avisierte operative Profitabilitätssteigerung vor dem Hintergrund der Markterwartung nicht ausreichend sein könnte.

Die im MDax notierte Vorzugsaktie, die wie fast alle Papiere seit Beginn des Iran-Kriegs deutlich gelitten hat, legte auf der Handelsplattform Tradegate im Vergleich zum Xetra-Börsenschluss am Vortag dennoch um etwas mehr als ein Prozent nach.

Wie Fraport mitteilte, wird am Frankfurter Flughafen auch 2026 noch nicht wieder das Fluggast-Aufkommen erwartet, das es vor der Corona-Krise gegeben hatte. Nach rund 63,2 Millionen Fluggästen im vergangenen Jahr dürfte die Zahl an Deutschlands größtem Flughafen im laufenden Jahr auf 65 bis 66 Millionen steigen, teilte der Flughafenbetreiber mit seiner Jahresbilanz am Morgen mit. Damit bleibt das Rekordaufkommen von rund 70,6 Millionen Passagieren weiterhin ein gutes Stück entfernt. Analysten waren für 2026 zuletzt von rund 65 Millionen Fluggästen ausgegangen. Die Fraport-Aktie legte auf Tradegate ebenfalls zu.

Für Springer Nature ging es unterdessen vorbörslich sehr kräftig - und zwar um fast 10 Prozent - nach oben. Der Wissenschaftsverlag steigerte im abgelaufenen Jahr den Umsatz und den operativen Gewinn und gab zudem laut Händlern einen überraschend starken Ausblick./ck/zb

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