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Dax winkt starke Woche und negative November-Bilanz 28.11.2025, 08:12 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax könnte am "Black Friday" eine starke Börsenwoche besiegeln - auch wenn am Freitag zum Auftakt wenig los sein dürfte. Der X-Dax signalisierte für den deutschen Leitindex knapp eine Stunde vor Handelsbeginn ein Plus von 0,1 Prozent auf 23.787 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 wird ebenfalls nur wenig verändert erwartet.

Nach der 200-Tage-Linie hat der Dax zuletzt auch die 21-Tage-Linie wieder überschritten, was kurz- und langfristig wieder positive Chartsignale sendet. Damit steuert der deutsche Leitindex auf ein etwa dreiprozentiges Wochenplus zu. Der eigentlich gute Börsenmonat November würde aber immer noch mit einem Abschlag von gut 0,8 Prozent zu Ende gehen.

"Die Hoffnung auf einen Waffenstillstand in der Ukraine hat die Stimmung in Europa verbessert", konstatierte Aktienstratege Emmanuel Cau von der Barclays Bank. Die Risikobereitschaft komme zurück, auch wegen neu entfachter Hoffnung auf eine Zinssenkung der Fed im Dezember und den wieder anziehenden Kursen im Technologiesektor. Er glaubt, dass ein Waffenstillstand ein großes Extremrisiko für Europa beseitigen und die Anleger dazu zwingen würde, über die positiven Aspekte einer weiteren Deeskalation nachzudenken.

Neue Impulse aus den USA könnten am Freitag mau bleiben, denn dort wird nach dem Feiertag Thanksgiving nur verkürzt gehandelt. An dem für das Weihnachtsgeschäft wichtigen "Black Friday" stehen Shopping-Schnäppchen im Fokus. An den New Yorker Börsen nutzen viele Anleger diese Zeit für ein verlängertes Wochenende.

Der Aktienkurs von Delivery Hero profitierte vorbörslich von einem Medienbericht und stieg auf der Handelsplattform Tradegate um 3,5 Prozent zum Xetra-Schluss. Der Essenlieferdienst stehe unter dem Druck mehrerer Großaktionäre, einen Verkauf des Unternehmens oder von Geschäftsteilen in Betracht zu ziehen, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Insider. Die kolportierten Forderungen nach einem Strategiewandel und einer Branchenkonsolidierung zeigten, dass sich etwas tue, kommentierte Barclays-Analyst Andrew Ross. Er habe seit Monaten darauf hingewiesen, dass der Status Quo bei Delivery Hero nicht haltbar sei.

Zudem könnten neue Analystenstudien für Kursbewegungen sorgen. So stufte die US-Bank JPMorgan die Aktie von Wacker Chemie von "Neutral" auf "Underweight" ab und senkte das Kursziel von 60 auf 50 Euro. Analyst Chetan Udeshi glaubt, dass das Geschäft mit dem Halbleiterrohstoff Polysilizium wegen eines massiven Überangebots an Wafern in der Lieferkette die nächste Sparte der Münchner sein wird, die unter Druck gerät. Für die Wacker-Aktie ging es auf Tradegate um 2,6 Prozent abwärts.

Udeshi senkte auch sein Anlagevotum für Evonik von "Overweight" auf "Neutral" und das Kursziel von 20 auf 14 Euro. Er reagierte damit auf den zyklischen und strukturellen Druck, unter dem der Spezialchemiekonzern steht. Der Experte kappte deshalb seine Ergebnisprognosen für die Jahre 2026 und 2027. Die Evonik-Papiere verloren auf Tradegate 0,9 Prozent./edh/zb

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