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Sehr schwach - Ölpreis und Wall Street belasten 19.03.2026, 08:22 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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MDAX 31.689,45 PKT +1,28 % Ariva Indikation
DAX 24.391,80 PKT +2,03 % Ariva Indikation

Bei deutlich gestiegenen Ölpreisen und schwachen US-Vorgaben dürfte der Dax DE0008469008 am Donnerstag nochmals einen klaren Rückschlag erleben. Der X-Dax DE000A0C4CA0 signalisierte für den deutschen Leitindex rund eine Stunde vor Handelsbeginn einen Start bei 23.039 Punkten, was ein Minus von zwei Prozent bedeuten würde.

Damit dürfte das Börsenbarometer am vierzehnten Handelstag seit Kriegsausbruch im Iran wieder in Richtung 23.000-Punkte-Marke rutschen. Am Montag der vergangenen Woche war der Dax im Zuge des Schocks am Energiemarkt kurz sogar bis auf 22.927 Punkte abgetaucht, hatte sich letztlich aber noch über 23.000 Punkte gerettet.

Nun kommt erneut Druck vom Ölpreis, dessen Anstieg Konjunktur- und Inflationssorgen schürte. Aktuell kostet ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent wieder rund 114 Dollar. Der bisherige Höchststand im Zuge des Iran-Kriegs hatte an besagtem Montag mit fast 120 Dollar auf dem höchsten Stand seit 2022 gelegen.

Ein iranischer Offizieller sprach in der Nacht auf der Online-Plattform X von einer neuen Eskalationsstufe. Damit reagiert das Regime auf zunehmende Angriffe auf seine Energieinfrastruktur. Der Iran sieht seinerseits Energieinfrastruktur in Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Katar als legitime Ziele.

Am Vorabend hatten die wichtigsten US-Indizes ihre Verluste nach dem europäischen Handelsende massiv ausgeweitet. Die US-Notenbank Fed ließ in dem durch den Iran-Krieg verunsicherten Umfeld ihre Leitzinsen erwartungsgemäß unverändert. Ein Commerzbank-Experte sprach von einem "falkenhaften Festhalten" am aktuellen Zins. Geldpolitisch setzen die sogenannten "Falken" restriktiv primär auf die Bekämpfung von Inflation durch steigende Zinsen.

Am Donnerstag gibt es gleich mehrere weitere Leitzinsentscheidungen, darunter die der Europäischen Zentralbank (EZB) und der Bank of England. Auch die EZB dürfte zunächst stillhalten.

Hierzulande neigt sich die Berichtssaison der Unternehmen dem Ende zu, und die letzten Nachzügler veröffentlichen ihre Geschäftszahlen. So hatte Deutschlands größter Wohnimmobilienkonzern Vonovia DE000A1ML7J1 im vergangenen Jahr vor allem dank höherer Mieteinnahmen mehr verdient. Aber auch das Geschäft mit Zusatzleistungen und der Verkauf von Immobilien steuerten zum Zuwachs des operativen Ergebnisses bei. Die Aktien notierten im vorbörslichen Handel auf der Plattform Tradegate lediglich 0,4 Prozent unter dem Xetra-Schluss vom Mittwoch.

Die Zahlen des Chemiekonzerns Lanxess DE0005470405 fielen Händlern zufolge gemischt aus. In dem schwachen Marktumfeld sackten die Anteilsscheine auf Tradegate um drei Prozent ab.

Der auf die Bauindustrie spezialisierte Softwareanbieter Nemetschek DE0006452907 peilt in diesem Jahr etwas mehr Umsatzwachstum an als von Experten gedacht. Dessen Papiere zogen auf Tradegate um fast vier Prozent an.

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