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Dämpfer zum Start in den Dezember 01.12.2025, 12:00 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach einer starken Vorwoche am deutschen Aktienmarkt droht der Start in den Dezember zu misslingen. Japans Notenbankchef trübte am Montag die zuletzt gute Anlegerstimmung. Der Leitindex Nikkei stand aufgrund von Hinweisen auf eine Leitzinserhöhung im Dezember deutlich unter Druck. Der Dax weitete die Verluste im Verlauf des Vormittags aus und verlor zuletzt 1,2 Prozent auf 23.562 Zähler.

In Japan wurde eine Rede des Präsidenten der japanischen Notenbank Kazuo Ueda am Markt so interpretiert, dass die Bank of Japan bei ihrem Treffen im Dezember die Leitzinsen erhöhen könnte.

Marktanalyst Jens Klatt vom Broker XTB erläuterte die Folgen der Aussagen Uedas für die Börsen: Der japanische Yen gelte als Nullzins-Währung. Investoren verschuldeten sich folglich kostengünstig im Yen und investierten die Mittel in höher rentierende Anlagen, unter anderem in Aktien. Steige aber das Zinsniveau in Japan, kehre sich dieser "Carry Trade" um, Anleger verabschiedeten sich wieder von risikoreicheren Anlagen.

Für den MDax mit den mittelgroßen deutschen Werten ging es am zum Wochenbeginn um 1,4 Prozent auf 29.524 Zähler abwärts. Der Eurozonen-Index EuroStoxx 50 hielt sich mit minus 0,4 Prozent besser.

Als schwächster Titel im Dax büßten Airbus-Aktien gut 5 Prozent ein. Wegen technischer Probleme in einem Flugkontrollrechner wurde am Wochenende bei rund 6.000 Flugzeugen der A320-Reihe ein Software-Update nötig.

Bei den Aktien von Rüstungsherstellern nehmen Anleger weiter Gewinne mit. Rheinmetall , Renk und Hensoldt verloren zwischen 4,6 und 6,4 Prozent. Die Kurse sind im bisherigen Jahresverlauf trotz der Verluste in den vergangenen Wochen zwischen rund 90 und 165 Prozent gestiegen.

In dem schwachen Gesamtmarkt schlugen sich Hugo Boss gut mit einem Kursplus von einem Prozent. Die Aktionäre zeigten sich wenig beeindruckt von Verwirrung um den Aufsichtsrat der Modekette. Deren Großaktionär Frasers Group unterstützt nach eigener Aussage nicht länger den Aufsichtsratschef Stephan Sturm./bek/stk

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