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Dax bleibt in Kontakt zum Rekordhoch 11.08.2026, 14:50 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Der Dax DE0008469008 bleibt in Reichweite seiner Bestmarke. Das Warten auf Fortschritte bei der Lösung des Iran-Krieges bremste zwar am Dienstag etwas den Willen der Anleger, die am Freitag aufgestellte Bestmarke von 26.445 Punkten nochmals zu testen. Anzeichen dafür, dass die Marktteilnehmer zu Gewinnmitnahmen bereit sind, gab es aber nicht.

Auf Eurozonen-Ebene hatte der EuroStoxx EU0009658145 einen gewissen Vorsprung mit einem neu aufgestellten Rekord. Der Dax tat sich schwerer, schaffte es am Nachmittag aber mit 0,3 Prozent ins Plus auf 26.391 Punkte. Der MDax DE0008467416 dagegen lag zuletzt mit 32.236 Punkten knapp in der Verlustzone. In New York zeichneten sich moderate Gewinne für die Leitindizes ab.

Laut der Helaba dämpften neue, gegenseitige Forderungen am Morgen wieder die Hoffnungen auf eine Einigung im Iran-Krieg. Meldungen aus Pakistan setzten im Verlauf aber die Ölpreise wieder unter Druck. Der pakistanische Verteidigungsminister Khawaja Asif sagte, dass die Signale der vergangene Tage darauf hindeuten, dass die USA und der Iran "kurz vor einer Art Einigung stehen".

Laut den Experten der UBS waren zuletzt an den Märkten neben der Geopolitik auch Risiken in Zusammenhang mit KI-Bewertungen und Leitzinsen spürbar. Das Team um den Investmentchef Mark Haefele sieht aber mehrere Gründe, um dennoch investiert zu bleiben. Sie erwähnten vor allem steigende Unternehmensgewinnen, gehen aber auch davon aus, dass die geo- und geldpolitischen Risiken entkräftigt bleiben. Der Iran-Krieg bleibe zwar ein Unsicherheitsfaktor, doch die Folgen davon wirkten beherrschbar.

In der Gesamttendenz zunehmend gefragt waren am Dienstag die Aktien mit KI-Fantasie, wie Infineon DE0006231004 und Siemens Energy DE000ENER6Y0 als größte Dax-Gewinner zeigten. Dem konnten einige Unternehmen aus dem MDax und SDax folgen, die im Bereich der Chipindustrie als Ausrüster aktiv sind. Titel von Suss Microtec DE000A1K0235, Aixtron DE000A0WMPJ6 und PVA Tepla DE0007461006 legten am Nachmittag zwischen 2,9 und 4,5 Prozent zu.

Individuell stark im Fokus standen die Aktien von PNE DE000A0JBPG2 wegen eines Kursabsturzes um etwa 20 Prozent. Anleger quittierten damit einen erfolglosen Versuch des Energieprojektentwicklers, für sich selbst einen Käufer zu finden. Wie es hieß, lagen die Preisvorstellungen etwaiger Kandidaten unterhalb des derzeitigen Börsenkurses.

Die Saison der Unternehmensberichte hatte einige Nebenwerte zu bieten, darunter Immobilienunternehmen. Ein operativ überzeugendes erstes Halbjahr konnte dem Kurs von TAG Immobilien DE0008303504 nur wenig Schwung geben, doch Patrizia DE000PAT1AG3 gehörten im SDax mit fast drei Prozent Plus zur Favoritengruppe. Der Kurs des Immobilien-Vermögensverwalters erreichte dank einer kräftigen Gewinnsteigerung ein Vierwochenhoch.

Unter den Zahlenunternehmen war Cancom DE0005419105 mit einem Kursrutsch um 6,4 Prozent besonders auffällig: Der Kurs des IT-Dienstleisters litt unter enttäuschenden Halbjahreszahlen. Laut einem Händler wirkt der bestätigte Ausblick vor diesem Hintergrund zunehmend ambitioniert. Auch die Titel des Konkurrenten Bechtle DE0005158703 wurden mitbelastet.

Der Salzgitter-Kurs DE0006202005 kam mit 3,6 Prozent unter Druck. Der Stahlkonzern hatte finale Zahlen mit enttäuschenden Details vorgelegt. Wie Analyst Dominic O'Kane von JPMorgan schrieb, verfehlte die Stahlfertigung wegen höherer Kosten die Erwartungen.

Unter den weiteren Unternehmen mit vorgelegten Zahlen gaben die Titel der Norma Group DE000A1H8BV3 um 1,4 Prozent nach. Das Feedback war hier eigentlich gut, doch bei den Aktien kam es auf dem höchsten Stand seit mehr als zwei Jahren zu Gewinnmitnahmen.

Titel von OHB DE0005936124 lagen mit 3,4 Prozent im Plus nach der Nachricht, dass das Raumfahrtunternehmen in Kürze im SDax DE0009653386 den Platz des Stahlhändlers Klöckner & Co DE000KC01000 DE000KC0100 einnimmt, der wegen der Übernahme durch Worthington Steel ausscheidet.

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