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Dax dämmt Verluste ein 08.06.2026, 14:36 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Der deutsche Aktienmarkt hat sich am Montag von seinen deutlichen Anfangsverlusten weitgehend erholt und moderat im Minus tendiert. Zunächst hatten US-Zinsängste und der sich wieder zuspitzende Krieg zwischen Israel und dem Iran der hiesigen Börse zu schaffen gemacht.

Der Dax DE0008469008 notierte zuletzt 0,3 Prozent tiefer bei 24.681 Punkten, nahe der 21-Tage-Linie, die als Indikator für den kurzfristigen Trend gilt. Der MDax DE0008467416 mit den mittelgroßen Börsenunternehmen verlor am Montagnachmittag 0,6 Prozent auf 32.277 Zähler. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145 ging es um 0,1 Prozent nach unten.

Die US-Börsen hatten am Freitag - angeführt von einem massiven Abverkauf bei den Technologiewerten - stark nachgegeben. Auslöser dafür waren unerwartet gute US-Arbeitsmarktdaten. "Eine viel zu heiße Beschäftigung in den USA schürt panische Angst vor einer hartnäckigen Inflation und zerstört jegliche Hoffnungen auf baldige Zinssenkungen der Fed völlig", kommentierte Marktexperte Tim Ritschar von ActivTrades.

Zudem belastete die erneute Eskalation im Krieg zwischen dem Iran und Israel. Beide Länder überzogen sich erstmals seit Inkrafttreten einer Waffenruhe im April wieder gegenseitig mit heftigen Angriffen. Damit drohten die Hoffnungen auf eine von US-Präsident Donald Trump angestrebte Vereinbarung zur Beilegung des Konflikts zunichtegemacht zu werden. Der Iran kündigte am Nachmittag an, die Angriffe wieder einzustellen. Trump versicherte, dass weiter an einer baldigen Lösung des Konflikts gearbeitet werde.

Die angespannte Lage in Nahost sorgte bei Aktien aus dem Luftfahrt- und Reisesektor für überdurchschnittliche Verluste. Die Papiere von Airbus NL0000235190, Tui DE000TUAG505 und Lufthansa DE0008232125 verzeichneten Abschläge zwischen 0,8 und 1,5 Prozent.

Die zinssensiblen Immobilienwerte wurden aufgrund der zunehmenden Zinsangst am meisten gemieden. So verbuchten die Aktien von Vonovia DE000A1ML7J1, TAG DE0008303504, Aroundtown LU1673108939 und LEG DE000LEG1110 Kursabschläge zwischen 2,1 und 3,5 Prozent.

Nach dem jüngsten Ausverkauf unternahmen die Papiere aus dem Halbleitersektor einen Stabilisierungsversuch. Infineon DE0006231004 stiegen als Dax-Spitzenreiter um 2,2 Prozent, nachdem sie zuletzt unter Gewinnmitnahmen gelitten hatten und um bis zu 16 Prozent von ihrem zuletzt erreichten Hoch seit dem Jahr 2000 abgesackt waren. Die Titel der Chipausrüster Aixtron DE000A0WMPJ6, Siltronic DE000WAF3001 und PVA Tepla DE0007461006 gewannen zwischen 2,1 und 3,4 Prozent.

Die Chemiewerte litten unter einer Analystenstudie. Lanxess DE0005470405 als MDax-Schlusslicht verbuchten Abgaben von 5,9 Prozent, BASF DE000BASF111 von 3,2 Prozent. Analystin Georgina Fraser von der US-Investmentbank Goldman Sachs hatte einige Branchenaktien abgestuft, da sie einen neuerlichen Abschwung für Europas Chemiebranche befürchtet.

Die Aktien von CTS Eventim DE0005470306 büßten 3,4 Prozent ein. Die Investmentbank Exane BNP hatte die Titel des Ticketvermarkters und Veranstalters auf "Underperform" abgestuft.

Die Titel der Porsche AG DE000PAG9113 reagierten mit einem Kursplus von 3,0 Prozent auf eine Kaufempfehlung der UBS. Der Turnaround des Sportwagenbauers zu alter Stärke dürfte zwar noch Jahre dauern, jetzt sei allerdings der richtige Zeitpunkt zum Einstieg gekommen, schrieb Analyst Patrick Hummel./edh/jha/

--- Von Eduard Holetic, dpa-AFX ---

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