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Dax dreht ins Plus - Trump: Fortschritte bei Iran-Gesprächen 30.03.2026, 14:57 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Name Aktuell Diff. Börse
MDAX 32.013,91 PKT -0,22 % Ariva Indikation
DAX 24.801,91 PKT -0,13 % Ariva Indikation
SDAX 18.661,27 PKT -0,11 % Ariva Indikation

Gestützt von vagen Hoffnungen auf Fortschritte im Nahost-Konflikt hat der deutsche Aktienmarkt am Montagnachmittag etwas zugelegt. Der Dax DE0008469008 drehte ins Plus und notierte zuletzt 0,5 Prozent höher bei 22.404 Punkten. Der MDax DE0008467416 mit den mittelgroßen deutschen Werten zeigte sich praktisch unverändert bei 27.654 Zählern. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx EU0009658145 ging es um 0,5 Prozent aufwärts.

US-Präsident Donald Trump schrieb auf seiner Plattform Truth Social, die USA führten "ernsthafte Gespräche mit einer neuen und vernünftigeren Regierung" im Iran, um die Militäroperation zu beenden. Es seien "große Fortschritte erzielt" worden. Sollte es jedoch keine Einigung zur Beendigung der Kämpfe und zur Öffnung der Straße von Hormus geben, drohte er dem Iran mit massiven Angriffen und der Zerstörung der Energie-Infrastruktur des Landes.

Die Gemengelage an den Finanzmärkten bleibe angesichts der unverminderten Kriegshandlungen in der Golfregion von großer Unsicherheit geprägt, bemerkte Marktanalyst Timo Emden. "Statt aufsteigender Wolken aus der Friedenspfeife verdichtet sich der geopolitische Nebel über den Märkten. Während diplomatische Fortschritte ausbleiben, dominieren militärische Spannungen. Die Börse handelt derzeit weniger Fakten, sondern vor allem Eskalationsrisiken. Aufflackernde Hoffnungen auf Verhandlungen werden postwendend durch neue Angriffe und Drohkulissen zunichtegemacht", kommentierte der Experte.

Auch am derzeit maßgeblichen Ölmarkt zeichnet sich keine Entspannung ab. Ein Barrel der Nordseesorte Brent mit Auslieferung im Mai stieg in der Nacht auf Montag um bis zu vier Prozent auf fast 117 Dollar und pendelte sich zuletzt bei rund 115 Dollar ein. Der Ölpreis bleibt der wichtigste Gradmesser für die Inflations- und Konjunktursorgen der Anleger.

Diese dürften von den aktuellen Preisdaten aus Deutschland nicht gerade kleiner werden: Mit dem Iran-Krieg und dem Ölpreisschock stiegen die Verbraucherpreise im März um 2,7 Prozent und damit auf den höchsten Stand seit mehr als zwei Jahren. Im Februar betrug die Teuerungsrate noch 1,9 Prozent. Ökonom Michael Heise von HQ Trust sieht die Europäische Zentralbank (EZB) nun in einer schwierigen Entscheidungslage, rechnet für die nächste EZB-Sitzung im April aber noch nicht mit einer Zinserhöhung.

Die Aktien von Suss Microtec DE000A1K0235 brachen zunächst um mehr als 18 Prozent ein, verringerten das Minus zuletzt aber auf 8,5 Prozent. Der Margenausblick des Halbleiterindustrie-Zulieferers auf 2026 habe enttäuscht, während die Zahlen für das Geschäftsjahr 2025 besser als erwartet ausgefallen seien, kommentierte ein Händler am Morgen. Jefferies-Analyst Janardan Menon sprach von einem Übergangsjahr mit sinkenden Einnahmen sowie höheren Kosten und erwartet 2027 eine bessere Lage.

Für die Papiere der RTL Group LU0061462528 ging es um 2,4 Prozent nach oben. Im Fokus steht ein Bericht der Nachrichtenagentur Reuters, wonach der Medienkonzern Zugeständnisse bei der geplanten Übernahme von Sky Deutschland machen will. RTL will derzeit sein Streaming-Geschäft unter der Marke "RTL+" stärken und mit Sky neben den TV-Sendern auch die Streaming-Aktivitäten bündeln. Die EU-Kommission prüft zurzeit den Zusammenschluss.

Der zuletzt kräftig erholte Zuckerpreis sorgte bei den Anteilsscheinen von Südzucker DE0007297004 für ein Kursplus von 9,3 Prozent. Damit erklommen sie den höchsten Stand seit Mai 2025.

Die Enttäuschung an der Börse über den Ergebnisausblick der Wüstenrot & Württembergische DE0008051004 vom Freitag setzte sich am Montag mit einem Kursrückgang von 5,0 Prozent auf den niedrigsten Stand seit Ende November fort. Das Chartbild hat sich damit erheblich eingetrübt, denn die Aktien rutschten unter die 200-Tage-Linie, die als Indikator für den längerfristigen Kurstrend gilt./edh/nas

--- Von Eduard Holetic, dpa-AFX ---

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