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Dax mit neuer Bestmarke und deutlichem Wochenplus 03.07.2026, 14:39 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Der deutsche Aktienmarkt hat seine Vortagesrally am Freitag gebremst fortgesetzt. Der Dax DE0008469008 stieg auf ein weiteres Rekordhoch und gewann zuletzt 0,5 Prozent auf 25.706 Punkte. Tags zuvor hatte der Leitindex seinen bisherigen Höchststand von Mitte Januar übertroffen. Damit deutet sich für den Dax ein Wochengewinn von rund vier Prozent an. Der MDax DE0008467416 der mittelgroßen Börsenwerte legte am Freitagnachmittag 1,2 Prozent auf 32.928 Zähler zu.

"Das Rekordhoch des Dax ist das Ergebnis zweier Kräfte: der anhaltenden Fantasie rund um Künstliche Intelligenz und einer nachlassenden Zinsangst, die den Bewertungsdruck auf Aktien verringert", erklärte Marktanalyst Timo Emden. Der US-Arbeitsmarktbericht nehme den Zinsängsten zwar kurzfristig den Wind aus den Segeln, dürfe jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Unwägbarkeiten aus Geldpolitik und Geopolitik sowie die hohen Erwartungen an den KI-Sektor bestehen blieben, gab der Experte zu bedenken.

Die Energieversorger-Branche nahm weiter Fahrt auf, wobei der europäische Branchenindex Stoxx Europe 600 Utlities EU0009658962 das höchste Niveau seit Mai erreichte. Die Aktien von Eon DE000ENAG999 führten die Branche mit einem Kurssprung von 3,8 Prozent an, RWE DE0007037129-Papiere legten um 1,8 Prozent zu. Rückenwind für den zinssensiblen Sektor lieferten nachlassende Ängste vor US-Zinserhöhungen nach dem Arbeitsmarktbericht vom Vortag.

Das Versorgergeschäft ist sehr kapitalintensiv, bei steigenden Zinsen verteuern sich Fremdfinanzierungen. Zudem weisen Versorgerwerte eine relativ hohe Dividendenrendite auf - ein Kaufargument, das bei steigenden Marktzinsen weniger zieht. Obendrein sieht das Reformpaket der Bundesregierung eine Nachschärfung bei der Umstellung auf intelligente Stromzähler in Deutschland vor - und damit einer wichtigen Voraussetzung für den Erfolg der Energiewende.

Die KI-getriebene, deutliche Erholung der Börsen in Japan und Südkorea zum Wochenschluss wirkte sich auch etwas auf die europäischen Aktien der Halbleiterbranche aus, jedoch nicht auf die Software-Werte. So stiegen Infineon DE0006231004 im Dax um 1,1 Prozent. Aixtron DE000A0WMPJ6, Siltronic DE000WAF3001, PVA Tepla DE0007461006 und Suss Microtec DE000A1K0235 verbuchten Kursaufschläge zwischen 4,3 und 8,1 Prozent. Dagegen fielen die Papiere von SAP DE0007164600 am Dax-Ende um 2,0 Prozent. Die Titel von Nemetschek DE0006452907 und Teamviewer DE000A2YN900 büßten 0,9 beziehungsweise 2,8 Prozent ein.

Die Titel von Rheinmetall DE0007030009 sanken um 1,4 Prozent, nachdem sie sich in der laufenden Woche bereits um 18 Prozent von ihrem jüngsten Kursverfall erholt hatten. Der Rüstungskonzern prüft derzeit die Auswirkungen des vom Verteidigungsministerium stornierten Auftrags für die Fregatte F126. Sollten keine Abhilfemaßnahmen zur kurzfristigen Umsatzkompensation identifiziert werden können, könnte dies den Erlös laut Rheinmetall im laufenden Jahr um bis zu 300 Millionen Euro drücken.

Für die Anteilsscheine von Gea DE0006602006 ging es um 2,4 Prozent aufwärts. Die kanadische Bank RBC stufte die Titel des Rüstungsunternehmens von "Sector Perform" auf "Outperform" hoch. "Ein wenig Wachstum und jede Menge Marge - und das alles ohne Geschäft mit KI-Rechenzentren", fasste Sebastian Kuenne das Potenzial des Anlagenbauers am Freitag in seiner Empfehlung zusammen./edh/jha/

--- Von Eduard Holetic, dpa-AFX ---

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