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Dax sinkt - Anleger nervös - Quartalsbilanzen helfen nicht 05.02.2026, 14:55 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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DAX 23.792,20 PKT +0,64 % Ariva Indikation

FRANKFURT (dpa-AFX) - Am deutschen Aktienmarkt hat der Dax am Donnerstag mit weiteren Verlusten seinen Abstand zur runden 25.000-Punkte-Marke vergrößert. Die Stimmung am Markt ist weiter geprägt von Nervosität, insbesondere bei Edelmetallen und Kryptowährungen. Der Silberpreis ging erneut auf Talfahrt und könnte laut Jochen Stanzl, Analyst bei der Consorsbank, in Richtung 60 US-Dollar oder tiefer die Angst vor Anschlussverkäufen in anderen Anlageklassen sofort wieder ins Bewusstsein der Anleger rufen.

Der Dax verbuchte am Nachmittag nach der Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) einen Abschlag von 0,81 Prozent auf 24.405 Punkte. Die Leitzinsen im Euroraum bleiben auch im neuen Jahr vorerst unverändert. Damit wurde am Markt gerechnet. Investoren nähmen in diesem Umfeld aber lieber Gewinne mit und positionierten sich an den Seitenlinien, kommentierte Marktexperte Andreas Lipkow. Schwache Signale vom US-Arbeitsmarkt setzten die Kurse zusätzlich unter Druck. Quartalsbilanzen quittierten die Anleger überwiegend mit Kursverlusten.

Der MDax der mittelgroßen Börsenwerte sank am Donnerstagnachmittag um 0,49 Prozent auf 31.372 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 stand mit 0,8 Prozent im Minus.

Im Techsektor erholten sich die Kurse etwas. SAP etwa gewannen im Dax gut zweieinhalb Prozent. Anleger hinterfragen gleichwohl die hohen Investitionen der Konzerne in Künstliche Intelligenz (KI) immer stärker. Jüngstes Beispiel ist die Google-Mutter Alphabet , die im Wettlauf der KI-Entwickler die Ausgaben in etwa verdoppelt.

Die Aktien von Siemens Healthineers starteten nach dem Quartalsbericht fest, doch der Schwung ließ rasch nach. Zuletzt sanken die Titel des Medizintechnikers um 2,6 Prozent. Insgesamt sei der Bericht nicht überzeugend, hieß es aus dem Handel.

Rüstungswerte wie Rheinmetall gaben unter dem Eindruck fortdauernder Ukraine-Gespräche nach. Bei Rheinmetall machen sich Anleger aber vor allem Sorgen, dass die Erwartungen an 2026 zu hoch sein könnten. Die Anteile sackten am Dax-Ende um mehr als 7 Prozent ab. Die Kursgewinne im laufenden Jahr sind damit aufgezehrt.

Unter Druck standen die Anteile der Energiekonzerne Eon und RWE nach zurückhaltenderen Einschätzungen von Analysten.

Autowerte setzten Anleger auf den Verkaufszettel. Schwache Quartalszahlen von Volvo Cars galten als Auslöser dafür. Im Dax lagen Volkswagen , BMW und Mercedes auf den hinteren Plätzen mit Abschlägen von teils mehr al 4 Prozent.

Rational sprangen im MDax um mehr als 11 Prozent hoch. Der Großküchenausstatter übertraf mit Geschäftszahlen die Erwartungen. Das Schlussquartal verlief stark.

Die Aktien von Evonik hoben sich nach Eckdaten positiv vom Sektorumfeld ab. Anleger nahmen hin, dass der Spezialchemiekonzern seine Dividende senkt, goutierten aber, dass dieser eine Gewinnbelebung 2026 für möglich hält. Während der Chemiesektor seine starken Vortagsgewinne konsolidierte, legten Evonik-Aktien um 3,2 Prozent zu./ajx/jha/

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