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Dax trotz weiterer Ungewissheit im Iran-Krieg stabil 11.05.2026, 12:02 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Ohne Durchbruch in den Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran hat der deutsche Aktienmarkt am Montag moderat nachgegeben. Zugleich stiegen die Ölpreise wieder. Im Blick steht auch der China-Besuch von US-Präsident Donald Trump in dieser Woche. Dabei soll es zwar hauptsächlich um die Beilegung des Handelsstreits der zwei weltweit größten Volkswirtschaften gehen. Am Markt erhofft man sich aber auch positive Impulse in Sachen Iran-Krieg.

Der Dax DE0008469008 zeigte sich um die Mittagszeit prozentual unverändert bei 24.340 Punkten und profitierte wohl auch von einem nur leicht schwächer erwarteten Handelsstart in den USA. In der Woche zuvor hatte der deutsche Leitindex angesichts von Entspannungssignalen bei rund 25.150 Punkten noch den höchsten Stand seit Kriegsbeginn Ende Februar erreicht. Bis Freitag jedoch waren die Gewinne dann fast komplett wieder abgeschmolzen. Der MDax DE0008467416 mit den mittelgroßen Werten legte am Montagmittag um 0,1 Prozent auf 31209 Zähler zu.

Eine diplomatische Lösung im Iran-Krieg zeichnet sich derzeit nicht ab. Vielmehr scheint sich die Situation wieder mehr zuzuspitzen, denn Trump bezeichnete die jüngste Antwort des Iran auf den von den USA vorgelegten Friedensvorschlag als "völlig inakzeptabel". Er reagierte mit weiteren Drohungen gegen die Islamische Republik, während sich die Führung dort davon unbeeindruckt gab und ihrerseits Forderungen stellte. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu will den Krieg außerdem so lange fortführen, bis wichtige Fragen zum iranischen Atomprogramm geklärt sind.

Laut Marktanalyst Jochen Stanzl von der Consorsbank tun Anleger gut daran "den nach wie vor ungelösten Nahostkonflikt nicht vorzeitig abzuschreiben". Nach wie vor sei unklar, wie die auf beiden Seiten bestehenden Maximalforderungen auf einen gemeinsamen Nenner gebracht werden sollten. "Nun hoffen Anleger, dass der Besuch von US-Präsident Trump in China Bewegung in den zuletzt festgefahrenen diplomatischen Prozess bringen könnte."

Im Dax büßte nach vorgelegten Quartalszahlen die Aktien von Hannover Rück DE0008402215 2,6 Prozent und die von Gea DE0006602006 als Schlusslicht 4,3 Prozent ein. Laut JPMorgan schnitt der Anlagenbauer zwar weitgehend wie erwartet ab, bemängelte wurde jedoch der freie Barmittelfluss. Das Papier der Hannover Rück litt indes Analysten zufolge vor allem unter einer schwachen Entwicklung des Rückversicherungsgeschäfts im Bereich Schaden und Unfall.

Am oberen Ende des Kurszettels legten Eon DE000ENAG999 um 1,2 Prozent zu und die Commerzbank DE000CBK1001-Aktien um 2,1 Prozent. Beide profitierten von Hochstufungen. Die DZ Bank empfiehlt das Papier des Finanzinstituts inzwischen zum Kauf und lobte unter anderem das Gewinnpotenzial. Eon wird nun von der Privatbank Metzler empfohlen, die für Energienetzbetreiber wie Eon Aufholpotenzial sieht.

Ein mit Aufpreis erfolgter Verkauf eines fünfprozentigen Anteils an Delivery Hero DE000A2E4K43 an den Investmentfonds Aspex durch Großaktionär Prosus NL0013654783 sorgte für einen Kursgewinn von 8,5 Prozent. Damit war die Aktie des Essenslieferanten Favorit im MDax. Der Verkaufspreis lag zehn Prozent über dem Schlusskurs am Freitag.

Am Ende des Index der mittelgroßen Werte büßten TKMS DE000TKMS001 trotz insgesamt überwiegend erfreulicher Quartalszahlen des Marineschiffbauers 5,5 Prozent ein. Damit schlossen sie sich dem allgemeinen Trend der Rüstungsbranche an diesem Tag an. Die Rüstungsstory sei inzwischen "out", sagte ein Händler zu den Verlusten./ck/mis

--- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---

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