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Dax zieht an - Weitere Gewinne in USA erwartet nach Rekorden 16.04.2026, 14:30 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Name Aktuell Diff. Börse
MDAX 30.842,95 PKT -0,07 % Ariva Indikation
DAX 24.112,68 PKT +0,15 % Ariva Indikation
SDAX 17.928,53 PKT +0,67 % Ariva Indikation

Die jüngsten US-Börsenrekorde haben den vortags wenig bewegten Dax DE0008469008 am Donnerstag gestützt. Mit den sich aktuell abzeichnenden Kursgewinnen in New York nahm der deutsche Leitindex etwas Fahrt auf. Am frühen Nachmittag stand trotz der anhaltenden Unsicherheit wegen der Entwicklung des Iran-Kriegs ein Plus von 0,75 Prozent auf 24.248 Punkte zu Buche. Damit notierte der Dax klar über der für den langfristigen Trend wichtigen 200-Tage-Linie, die er zur Wochenmitte nur vorübergehend überwunden hatte.

Für den MDax DE0008467416, den Index der mittelgroßen Börsenunternehmen, ging es um 1,05 Prozent auf 31.210 Punkte hoch. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145, der am Mittwoch deutlich geschwächelt hatte, gewann rund 0,5 Prozent.

"Die Hoffnung auf eine Verlängerung des Waffenstillstandes (zwischen dem Iran und den USA) treibt Anlegerinnen und Anleger in Aktien", kommentierte Portfoliomanager Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. Die Bestmarke des marktbreiten S&P 500 US78378X1072 vom Vortag wertet er als Beleg, dass "der US-Aktienmarkt den Iran-Krieg hinter sich gelassen hat, bevor er wirklich vorbei ist". Auch das Tech-Barometer Nasdaq 100 US6311011026 stellte einen Rekord auf, ebenso am Donnerstag der japanische Nikkei 225 JP9010C00002 XC000969244.

Die aktuellen Bewertungen in New York beinhalteten allerdings "eine gehörige Portion Optimismus", was die negativen wirtschaftlichen Auswirkungen des Iran-Kriegs angehe, gab Altmann zu bedenken. Denn ein Friedensschluss wäre erst der "Startschuss für einen langen und steinigen Weg zurück zu geordneten und kalkulierbaren Energiemärkten".

Zudem bestätigte Vermittler Pakistan Spekulationen über schnelle weitere Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA bislang nicht. Das Land habe "offene Gesprächskanäle mit den betroffenen Parteien aufrechterhalten", sagte ein Außenamtssprecher in Islamabad. Aus Diplomatenkreisen erfuhr die Deutsche Presse-Agentur, ein neuer Gesprächstermin zwischen den Kriegsparteien werde erst nach der Rückkehr des pakistanischen Premierministers Shehbaz Sharif von einer Reise zu mehreren anderen muslimischen Vermittlerstaaten am Samstag festgelegt.

Bei MDax-Schlusslicht Aixtron DE000A0WMPJ6 standen nach dem gestrigen, 20-prozentigen Kurssprung Gewinnmitnahmen von 4,6 Prozent zu Buche. Der Chipindustrie-Ausrüster, der die Anleger zur Wochenmitte mit einer Prognoseanhebung euphorisiert hatte, beschaffte sich mit Wandelschuldverschreibungen frisches Geld. Das Volumen liege wie zuvor angekündigt bei 450 Millionen Euro, teilte das Unternehmen mit. Zudem trennten sich einige Käufer der Wandelanleihe im Rahmen einer Platzierung von Aixtron-Aktien.

Im Nebenwerte-Index SDax DE0009653386 fielen die Titel von Heidelberger Druck DE0007314007 nach einer zweitägigen, von Rüstungsfantasie getriebenen Rally um 7,3 Prozent zurück. Der Druckmaschinenhersteller blieb laut vorläufigen Zahlen im abgelaufenen Geschäftsjahr mit der bereinigten operativen Marge hinter der eigenen Zielsetzung zurück. Die Margenschwäche ohne nennenswerte Umsatzeinbußen spreche für ein negativeres Preisumfeld, kommentierte Warburg-Analyst Stefan Augustin.

Derweil gaben klare Kursgewinne von DocMorris CH0042615283 nach einem starken Umsatzwachstum der Schweizer Online-Apotheke im ersten Quartal auch deren deutscher Konkurrentin Redcare Pharmacy NL0012044747 Auftrieb: Die Aktien gewannen an der MDax-Spitze 10,6 Prozent.

Die Aktionäre von Gerresheimer DE000A0LD6E6 freuten sich über eine Kurserholung von knapp 21 Prozent. Die Kreditgeber des Verpackungsspezialisten stimmten einer Fristverlängerung zur Vorlage des testierten Jahres- und Konzernabschlusses 2025 zu - dessen wiederholte Verschiebung hatte das Unternehmen jüngst gezwungen, den SDax zu verlassen. Außerdem berichtete Gerresheimer, der Verkaufsprozess für die US-Tochter Centor habe planmäßig begonnen und es gebe eine zweistellige Zahl von Interessenten./gl/stk

--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---

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