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Iran-Abkommen stützt Dax - 25.000 Punkte bleiben aber Hürde 15.06.2026, 12:08 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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MDAX 32.780,54 PKT +1,68 % Ariva Indikation
DAX 24.944,35 PKT +1,16 % Ariva Indikation

Das Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran für ein Ende des Krieges verlockt am Montag die Anleger zu Aktienkäufen. Der Schwung ließ aber etwas nach und so konnte der Dax DE0008469008 nicht dauerhaft über die Marke von 25.000 Punkten zurückkehren. Zur Mittagszeit stand der Leitindex noch mit 1,1 Prozent im Plus bei 24.906 Punkten. Zu seinem Rekordhoch von 25.507 Punkten blieb er auf Abstand.

Für den MDax DE0008467416 ging es am Montag etwas schwungvoller um 2,1 Prozent hoch auf 32.743 Zähler. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145 ist den deutschen Indizes mit einem erneuten Rekordstand einen Schritt voraus. In Asien waren die Börsen zuvor auch gestiegen und in New York zeichnet sich ebenfalls eine höhere Eröffnung ab.

Nach wochenlangem Hin und Her konnten sich die Kriegsparteien auf eine Absichtserklärung einigen, die eine Verlängerung der Waffenruhe und eine Wiedereröffnung der Straße von Hormus vorsieht. Das bestätigten neben der US-Regierung und dem Iran auch der Vermittler Pakistan. Die Einigung soll den Grundstein für weitere Verhandlungen legen, die etwa Teherans Atomprogramm zum Thema haben.

Die Anleger nehmen die Absichten gerne zur Kenntnis, da nachgebende Ölpreise Konjunktur- und Inflationssorgen dämpfen. Gut für die Stimmung war auch der Rekord-Börsengang des Weltraum- und KI-Konzerns SpaceX US84615Q1031, der den Anlegern am Freitag im New Yorker Handel deutliche Kursgewinne eingebracht hatte.

"Trotz dieser zweifelsohne guten Nachrichten bleiben einige Unwägbarkeiten und offene Fragen", kommentierte am Morgen der Finanzanalyst Yannik Mosbach vom Bankhaus Metzler die Lage. "Die Verhandlungen über die Atomfrage dürften heikel werden und ein Kompromiss wahrscheinlich schwer zu finden sein", warnt auch Michael Nizard von Edmond de Rothschild Asset Management. In den Augen der Anleger sei aber zunächst die Hoffnung auf eine Wiederaufnahme der Öllieferungen das wichtigste Thema.

Im Frankfurter Aktienhandel standen die Gewinne bei Einzelwerten am Montag auf einer breiten Basis. Relativ deutlich reagierten Werte aus den Tourismus- und Luftfahrtbranchen auf die Neuigkeiten: Titel von Tui DE000TUAG505, Lufthansa DE0008232125 oder Airbus NL0000235190 schnellten im Größenbereich von 5,4 bis 6,6 Prozent hoch.

Im europäischen Technologiesektor blieb die Stimmung marktgerecht gut. Allerdings scherte hier der Infineon DE0006231004-Kurs mit einem kleinen Abschlag etwas aus. Ein Börsianer verwies auf eine Gerichtsentscheidung in China, bei den es laut einem Medienbericht um verletzte Patentrechte des chinesischen Unternehmens Innoscience bei bestimmten Leistungshalbleitern geht.

Dagegen sorgte der mögliche Frieden im Iran bei Öl- und Energiewerten für einen Dämpfer, wie das Minus von 1,8 Prozent bei dem Dax-Mitglied RWE DE0007037129 zeigte. Als Hersteller von Ölalternativen waren die Titel des Biospirt-Herstellers Verbio DE000A0JL9W6 in den vergangenen Monaten ein Profiteur des Iran-Kriegs gewesen. Sie setzten nun ihren jüngsten Abwärtstrend mit einem Abschlag von 2,5 Prozent fort.

Auch das Interesse an Rüstungswerten wie Rheinmetall wurde von den nachlassenden geopolitischen Sorgen gebremst. Die Rheinmetall DE0007030009-Aktien sanken zuletzt um 2,6 Prozent. Nach einem Medienbericht sorgt sich der Dax-Konzern nach dem Aus für ein deutsch-französisches Kampfflugzeug nun auch um das gemeinsames Panzerprojekt MGCS.

Im MDax gehörte DWS DE000DWS1007 neben den Rüstungswerten Renk DE000RENK730 und Hensoldt DE000HAG0005 mit einem Abschlag von einem Prozent zu den wenigen, schwächeren Werten. Analyst Oliver Carruthers von Goldman Sachs US38141G1040 reagierte am Montag mit einer Verkaufsempfehlung auf die jüngste Kurserholung und erste Schwächesignale bei den Triebfedern des Fondsanbieters.

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