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Aktien Frankfurt

Leichte Einbußen 30.03.2026, 11:55 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
MDAX 32.013,91 PKT -0,22 % Ariva Indikation
DAX 24.801,91 PKT -0,13 % Ariva Indikation
SDAX 18.661,27 PKT -0,11 % Ariva Indikation

Die Anleger am deutschen Aktienmarkt halten sich zum Auftakt der verkürzten Handelswoche vor Ostern weitgehend zurück. Der Dax DE0008469008 notierte am späten Vormittag 0,1 Prozent im Minus bei 22.271 Punkten. Der MDax DE0008467416 mit den mittelgroßen deutschen Werten verlor 0,5 Prozent auf 27.513 Zähler. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx EU0009658145 zeigte sich zuletzt kaum verändert.

Die Gemengelage an den Finanzmärkten bleibe angesichts der unverminderten Kriegshandlungen in der Golfregion von großer Unsicherheit geprägt, bemerkte Marktanalyst Timo Emden. "Statt aufsteigender Wolken aus der Friedenspfeife verdichtet sich der geopolitische Nebel über den Märkten. Während diplomatische Fortschritte ausbleiben, dominieren militärische Spannungen. Die Börse handelt derzeit weniger Fakten, sondern vor allem Eskalationsrisiken. Aufflackernde Hoffnungen auf Verhandlungen werden postwendend durch neue Angriffe und Drohkulissen zunichtegemacht", kommentierte der Experte.

Auch am derzeit maßgeblichen Ölmarkt zeichnet sich keine Entspannung ab. Ein Barrel der Nordseesorte Brent mit Auslieferung im Mai stieg in der Nacht auf Montag um bis zu vier Prozent auf fast 117 Dollar und pendelte sich zuletzt über der Marke von 115 Dollar ein. Der Ölpreis bleibt der wichtigste Gradmesser für die Inflations- und Konjunktursorgen der Anleger. Den Verbraucherpreisdaten aus Deutschland könnte daher am Montag Bedeutung zukommen. Erste Daten aus verschiedenen Bundesländern zeigen einen deutlichen Anstieg.

Unter massivem Verkaufsdruck stehen die Aktien von Suss Microtec DE000A1K0235. Sie brachen zunächst um mehr als 18 Prozent ein, verringerten das Minus zuletzt aber auf 6,7 Prozent. Der Margenausblick des Halbleiterindustrie-Zulieferers auf 2026 habe enttäuscht, während die Zahlen für das Geschäftsjahr 2025 besser als erwartet ausgefallen seien, kommentierte ein Händler am Morgen. Jefferies-Analyst Janardan Menon sprach von einem Übergangsjahr mit sinkenden Einnahmen sowie höheren Kosten und erwartet 2027 eine bessere Lage.

Die Papiere von Secunet DE0007276503 fielen auf den tiefsten Stand seit fast einem Jahr und verzeichneten zuletzt einen Kursabschlag von 6,7 Prozent. Das Unternehmen für Cyber-Sicherheit veröffentlichte detaillierte Zahlen für 2025 und bestätigte die Ziele für das laufende Jahr. Die klaren Verluste wurden am Markt mit charttechnischen Aspekten begründet.

Für die Aktien der RTL Group LU0061462528 ging es um 1,7 Prozent nach oben. Im Fokus steht ein Bericht der Nachrichtenagentur Reuters, wonach der Medienkonzern Zugeständnisse bei der geplanten Übernahme von Sky Deutschland machen will. RTL will derzeit sein Streaming-Geschäft unter der Marke "RTL+" stärken und mit Sky neben den TV-Sendern auch die Streaming-Aktivitäten bündeln. Die EU-Kommission prüft zurzeit den Zusammenschluss.

Die Enttäuschung an der Börse über den Ergebnisausblick der Wüstenrot & Württembergische (W&W) DE0008051004 vom Freitag setzte sich am Montag mit einem Kursrückgang von 4,7 Prozent auf den niedrigsten Stand seit Ende November fort. Das Chartbild hat sich damit erheblich eingetrübt, denn die Aktien rutschten unter die 200-Tage-Linie, die als Indikator für den längerfristigen Kurstrend gilt./edh/nas

--- Von Eduard Holetic, dpa-AFX ---

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