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Leichte Verluste - Nahost-Krieg und US-Zinsentscheid im Blick 18.06.2025, 14:33 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Situation in Nahost und die anstehende US-Leitzinsentscheidung hat am deutschen Aktienmarkt zur Wochenmitte zu Vorsicht und Zurückhaltung geführt. Nach einem schwachen Handelsschluss am Vortag ging es am Mittwochnachmittag noch etwas weiter abwärts.

Der deutsche Leitindex Dax verlor 0,27 Prozent auf 23.371,15 Punkte. Damit wackelt die wichtige Unterstützung knapp über 23.400 Punkten abermals. Für den MDax , den Index der mittelgroßen Unternehmen, ging es zugleich um 0,58 Prozent auf 29.549,00 Zähler nach unten.

Den Krieg zwischen Israel und Iran betreffend, schaut die Welt zunehmend in Richtung USA. Für den weiteren Verlauf gilt es aktuell als entscheidend, wie sich die USA verhalten. So könnte etwa ein militärisches Eingreifen der Supermacht drohen, nachdem US-Präsident Trump die "bedingungslose Kapitulation" des Iran forderte.

Zudem schrieb er auf der Plattform Truth Social: "Wir haben jetzt die vollständige und totale Kontrolle über den Himmel über dem Iran", ohne zu erklären, wen er mit "wir" meinte, nachdem Israel zuvor von einer "vollen Luftüberlegenheit im Himmel über Teheran" gesprochen hatte. Obendrein drohte er indirekt Irans oberstem Führer Ajatollah Ali Chamenei mit den Worten, man wisse, wo er sich versteckt halte, werde ihn aber vorerst nicht töten.

"Mit der Frage nach dem Eintritt der USA in den Nahost-Konflikt ist die Börse wie schon im Zollkonflikt einmal mehr der Unberechenbarkeit eines Donald Trump ausgeliefert", kommentierte Kapitalmarktstratege Jürgen Molnar vom Broker Robomarkets. "Die Welt fragt sich, warum der US-Präsident am Dienstag früher als geplant den G7-Gipfel verlassen hat, und warum er die Menschen in Teheran auffordert, die Stadt zu verlassen, obwohl doch die potenziell auszuschaltenden Atomanlagen gar nicht in der Hauptstadt stehen."

Abseits vom Kriegsschauplatz wird an diesem Abend der Fokus in Richtung US-Geldpolitik gehen. Erwartet wird, dass die Notenbank Fed den Leitzins unverändert beibehält, weshalb vor allem der wirtschafts- und geldpolitische Ausblick beachtet werden dürfte.

Im Dax schwächelten vor allem Werte aus der Fahrzeugbranche, wobei unter den Autowerten Mercedes mit minus 1,3 Prozent am deutlichsten nachgaben. Die Aktie des Nutzfahrzeugherstellers Daimler Truck büßte sogar 2,1Prozent ein. Bundeskanzler Friedrich Merz erwartet bis zum 9. Juli einen Handelsdeal mit den USA - allerdings nicht für alle Bereiche. Daher herrscht Unsicherheit, ob die Automobilindustrie dabei sein wird.

Beiersdorf verloren 1,9 Prozent. Die DZ Bank nahm die Aktie des Nivea-Herstellers aus ihrer "Equity Long Ideas"-Liste heraus und hält sie damit nicht mehr für vergleichsweise "besonders attraktiv". Die Experten erwarten zur Vorlage der Zahlen zum zweiten Quartal eine Wachstumsdelle.

Dax-Schlusslicht waren erneut aber FMC , diesmal mit minus 3,9 Prozent. Der Kapitalmarkttag des Dialysekonzerns hatte am Vortag angesichts fehlender mittelfristiger Umsatzziele enttäuscht.

Mit Airbus und MTU waren gleich zwei Aktien aus der Luftfahrtbranche die Favoriten im Leitindex mit jeweils mehr als zwei Prozent. Dabei erreichten MTU zudem ein Rekordhoch. Der Flugzeugbauer Airbus macht seine Dividendenpolitik attraktiver und bestätigte die Jahresziele. Bei MTU lobten Experten vor allem die robuste Nachfrage im zivilen Luftfahrtgeschäft.

An der MDax-Spitze machten Gerresheimer mit plus 8,1 Prozent ihre Vortagesverluste wett. Die Finanzinvestoren Warburg Pincus und KPS sprechen weiterhin über eine gemeinsame Übernahme des Verpackungsspezialisten. Am Dienstag noch hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen Gegenteiliges berichtet.

Im SDax richteten sich die Blicke vor allem auf die Deutsche Pfandbriefbank , die ihren Rückzug aus dem US-Markt bekanntgab. Sie schließt daher einen Verlust im laufenden Jahr nicht aus und kassierte daher die Prognose für 2025. Das Papier büßte 7,7 Prozent ein./ck/mis

--- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---

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