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Zoll-Dämpfer für Trump hellt die Stimmung nicht auf 29.05.2025, 17:48 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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FRANKFURT (dpa-AFX) - Ein juristischer Dämpfer für die aggressive US-Zollpolitik hat am Donnerstag neben überzeugenden Geschäftszahlen des KI-Giganten Nvidia den deutschen Aktienmarkt nicht nachhaltig positiv beeinflusst. Dax-Rekorde wie noch an den zwei Tagen zuvor blieben am Feiertag Christi Himmelfahrt aus. Für die Märkte bleibt das Zoll-Thema ein Unsicherheitsfaktor.

Der Dax schloss 0,44 Prozent tiefer auf 23.933,23 Punkten. Zur Wochenmitte hatte er im frühen Handel bei knapp 24.326 Punkten noch ein Rekordhoch erreicht. Im laufenden Jahr hat der Dax aktuell um gut ein Fünftel zugelegt.

Der MDax der mittelgroßen Werte gewann am Donnerstag 0,16 Prozent auf 30.697,55 Punkte und zog in der Jahresentwicklung mit dem Dax fast gleich. Gerade der Mittelstand gilt als Profiteur der Milliardeninvestitionen der neuen deutschen Regierung.

Donald Trump bekommt bei seiner Zollpolitik Gegenwind: Ein US-Bundesgericht sprach dem US-Präsidenten die Befugnis ab, weitreichende Zölle unter Berufung auf ein Notstandsgesetz zu verhängen. Die betreffenden Zölle würden "aufgehoben und ihre Anwendung dauerhaft untersagt", hieß es in der Entscheidung des für internationalen Handel zuständigen Gerichts in New York.

Damit ist Trumps aggressive Handelspolitik, die die Finanzmärkte weltweit zwischenzeitlich erschüttert hatte und immer wieder für Unruhe sorgt, zumindest vorerst etwas ausgebremst. Die US-Regierung legte allerdings umgehend Berufung gegen die Entscheidung ein. Diese betrifft die meisten Zölle, die von Trumps Regierung erlassen oder vorübergehend ausgesetzt wurden. Nicht betroffen sind dagegen Zölle auf bestimmte Produkte wie Stahl, Aluminium und Autos sowie Abgaben auf Produkte wie Arzneimittel und Halbleiter, die die US-Regierung angedroht hat.

Laut den Experten von Capital Economics sorgt das Urteil für noch mehr Unsicherheit in den Handelsbeziehungen zwischen den USA und der Europäischen Union. Trumps Position sei geschwächt, gleichwohl blieben die Zoll-Risiken sehr real, auch weil Zölle auf einzelne Sektoren vom Urteil nicht betroffen seien./ajx/he

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