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Stagnierender Ifo-Index macht Dax etwas zu schaffen 26.01.2026, 11:42 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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DAX 24.620,10 PKT -0,54 % Ariva Indikation

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach einem stabilen Handelsstart ist der deutsche Aktienmarkt am Montag nach frischen Konjunkturdaten moderat ins Minus abgedriftet. Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich zum Jahresbeginn nicht verbessert. Im Januar verharrte das Ifo-Geschäftsklima bei 87,6 Punkten. Volkswirte hatten hingegen im Schnitt mit einem Anstieg auf 88,2 Punkte gerechnet.

Der Dax notierte gegen Mittag 0,3 Prozent tiefer bei 24.832 Punkten, nachdem er in der Vorwoche rund anderthalb Prozent eingebüßt hatte. Der MDax der mittelgroßen Börsenwerte gab am Montag um 0,5 Prozent auf 31.591 Zähler nach. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verlor rund 0,2 Prozent.

"Die deutsche Wirtschaft startet ohne Schwung ins neue Jahr", bemerkte Ifo-Präsident Clemens Fuest die jüngsten Daten. "Zwar konnte eine Bruchlandung der Unternehmensstimmung aufgrund der Rücknahme der Zolldrohung durch die USA vermieden werden, doch sie scheint Spuren hinterlassen zu haben", kommentierte Andreas Scheuerle, Volkswirt bei der Dekabank. Sein Commerzbank-Kollege Jörg Krämer konstatierte: "Offenbar sind viele Unternehmen über das Ausbleiben breit basierter Reformen enttäuscht."

Die neue Woche steht im Zeichen der Quartalsberichtssaison der Unternehmen. Mit der Deutschen Bank und SAP präsentieren die ersten beiden Dax-Mitglieder ihre Bilanzen. In den USA werden die Resultate unter anderem von Microsoft , Tesla und Apple erwartet. Zudem steht die Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed am Mittwochabend auf der Agenda.

Am Montag ging es bereits mit den Zahlen von Stabilus los. Der Auto- und Industriezulieferer bekam auch im abgelaufenen Quartal die schwächere Nachfrage in der Autoindustrie zu spüren. Der Umsatz schrumpfte um 10,7 Prozent und das bereinigte operative Ergebnis um knapp 23 Prozent. Dennoch wurden die Ziele für das laufende Geschäftsjahr 2025/26 (Ende September) bestätigt. Die Aktien legten um 0,5 Prozent zu.

Für die Papiere von Friedrich Vorwerk ging es um 4,9 Prozent auf das höchste Niveau seit November nach oben. Der Pipeline- und Anlagenbauer für Erdgas-, Strom- und Wasserstoffanwendungen übertraf nach einem kräftigen Schlussspurt seine Ziele für das vergangene Jahr. Von der guten Geschäftsentwicklung profitierte auch die Beteiligungsgesellschaft MBB , die gut die Hälfte des Unternehmens hält. Die Profitabilität (Ebitda-Marge) von MBB kletterte auf rund 18 Prozent und damit stärker als von den Berlinern avisiert. Die MBB-Anteilsscheine schnellten als bester SDax-Wert um 6,5 Prozent hoch.

Die Deutsche Bank baut ihr Privatkundengeschäft weiter um. "Bis Ende 2026 sollen im Rahmen der bestehenden Programme noch rund 100 Standorte wegfallen, nachdem es schon in den vergangenen Jahren Kürzungen gab", sagte Privatkundenvorstand Claudio de Sanctis dpa und dpa-AFX. Ende vergangenen Jahres hatten Deutsche Bank und Postbank in Deutschland zusammen gut 750 Zweigstellen. Die Aktie stieg um 1,5 Prozent.

Der Gewerbeimmobilien-Spezialist Aroundtown will im laufenden Jahr eigene Aktien für bis zu 250 Millionen Euro zurückkaufen. Das Unternehmen habe sich 2025 stark entwickelt, der Aktienkurs spiegele dies aber nicht angemessen wider, hieß es zur Begründung. Die Titel von Aroundtown verteuerten sich um 5,7 Prozent.

Für die Papiere von Delivery Hero ging es nach einer positiv interpretierten Analystenstudie um 4,3 Prozent nach oben. JPMorgan-Experte Marcus Diebel sprach von Konsolidierungsfantasie in der Essenslieferbranche und zählt Delivery Hero zu seinen Favoriten./edh/men

--- Von Eduard Holetic, dpa-AFX ---

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