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Verluste - Kriegsdiplomatie reicht nicht, Nebenwerte schwach 26.03.2026, 12:06 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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MDAX 31.367,02 PKT -0,10 % Ariva Indikation
DAX 24.396,01 PKT -0,12 % Ariva Indikation
E-Stoxx 50 5.930,42 PKT +0,38 % Ariva Indikation

Nach der jüngsten Stabilisierung ist es am Donnerstag am europäischen Aktienmarkt wieder abwärts gegangen. Der Ölpreis der Nordseesorte Brent, der am Mittwochmorgen noch unter 100 Dollar gerutscht war, liegt mit aktuell gut 106 Dollar wieder deutlich über dieser Marke. Während des Iran-Kriegs ist er der wichtigste Gradmesser für die Inflations- und Konjunktursorgen am Markt.

"Ohne greifbare Ergebnisse schenken die Börsianer der Diplomatie keinen Glauben", kommentierte Stephan Innes von SPI Asset Management. Die Energiekosten seien nicht mehr bloß eine Gefahr, sie kämen in der Wirtschaft inzwischen immer stärker belastend an. Auch die Verbraucherstimmung leidet, wie aktuelle Prognosen der Konsumforschungsinstitute GfK und NIM zeigen.

Entsprechend legte der Dax DE0008469008 wieder den Rückwärtsgang ein. Der deutsche Leitindex lag am Mittag mit 1,3 Prozent im Minus bei 22.661 Punkten. Er blieb damit aber in der Spanne vom Montag, als er im Tagesverlauf bei widersprüchlicher Nachrichtenlage um spektakuläre 1.300 Punkte schwankte. Zunächst hatte er mit 21.863 Punkten das bisherige Kriegstief erreicht, bevor er sich zeitweise sprunghaft auf 23.178 Punkte erholte.

Aktuell pendelt der Nahost-Krieg weiter zwischen Drohkulisse und Diplomatie. Die US-Regierung hat dem Iran mit noch härteren Angriffen gedroht, sollte die Führung des Landes nicht nachgeben.

"Wenn sie nicht begreifen, dass sie militärisch besiegt wurden und dies auch weiterhin sein werden, wird Präsident Trump dafür sorgen, dass sie härter getroffen werden als je zuvor", sagte Regierungssprecherin Karoline Leavitt. Zwar gebe es weiterhin "produktive" Gespräche auf diplomatischer Ebene. Aber trotz der Verhandlungen sei Trump bereit, die Hölle im Iran losbrechen zu lassen. Der Iran bestreitet weiterhin hartnäckig, dass es überhaupt Gespräche gibt.

Der MDax DE0008467416 mit den mittelgroßen deutschen Werten lag am Donnerstagmittag 1,9 Prozent im Minus bei 28.269 Punkten und der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx EU0009658145 büßte 1,2 Prozent ein.

Angesichts der Konjunktursorgen gerieten vor allem die zuletzt stark erholten Rohstoffwerte wieder unter Druck. Der Stoxx Europe 600 EU0009658202 Basic Resources EU0009658624 war mit fast 19 Prozent Minus in den vier Wochen Iran-Krieg zwischenzeitlich besonders stark unter die Räder gekommen, nachdem er kurz zuvor noch einen Rekord erreicht hatte.

Hinzu kam, dass Worthington Steel in den USA nach Börsenschluss mit Geschäftszahlen enttäuschte. Am deutschen Markt fielen nun Aurubis DE0006766504, Salzgitter und Thyssenkrupp DE0007500001 mit Schwäche auf.

Größter Verlierer im Dax waren die zuletzt deutlich erholten Siemens Energy DE000ENER6Y0 mit bis zu 4,5 Prozent Abschlag. Deutz DE0006305006 verloren im MDax nach Geschäftszahlen zeitweise fast 9,5 Prozent. Börsianern schmeckte das Profitabilitätsziel des Motorenbauers für 2026 nicht. Ähnlich erging es Kontron AT0000A0E9W5 mit einem Abschlag von rund 15 Prozent. Der Spezialist für Produkte rund um das sogenannte Internet-der-Dinge (IoT) enttäuschte die Anleger mit seinem Gewinnziel für 2026. Auch KSB DE0006292030 und Medios DE000A1MMCC8 verloren zweistellig.

Gewinner waren rar gesät. Besonders deutlich ging es für Eckert & Ziegler DE0005659700 mit bis zu 6,5 Prozent empor. Der Experte für Strahlentherapie versprach auch für 2026 moderates Wachstum.

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