Aktien Frankfurt

Wieder klare Verluste - China-Nachrichten und Bewertungssorgen 04.11.2025, 12:00 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
DAX 24.321,86 PKT -0,29 % Ariva Indikation

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax ist am Dienstag in einem schwachen Börsenumfeld unter Druck geraten. Gegen Mittag büßte der deutsche Leitindex 1,53 Prozent auf 23.764 Punkte ein. Damit entpuppte sich der freundliche Wochenstart nach der vorangegangenen Schwächephase als Strohfeuer. Der MDax der mittelgroßen Unternehmen verlor 1,80 Prozent auf 29.298 Punkte, und für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 1,3 Prozent bergab.

Schon am Montag war der Dax an der für den kurzfristigen Trend wichtigen 21-Tage-Linie abgeprallt und hatte nur einen Teil seiner Gewinne ins Ziel gerettet. Nun drückten neue Nachrichten aus China auf die Stimmung. Im Streit um den niederländischen Chip-Hersteller Nexperia kritisierte China die Regierung in Den Haag erneut scharf. Das Handelsministerium forderte die Niederlande auf, "ihre Einmischung in die inneren Angelegenheiten des Unternehmens einzustellen" und eine konstruktive Lösung für den Streit zu finden.

Hintergrund des Konflikts ist die Entscheidung der niederländischen Regierung von Ende September, Nexperia wegen Bedenken gegenüber der chinesischen Muttergesellschaft Wingtech unter staatliche Kontrolle zu stellen. Kurz darauf hatte Peking Exportbeschränkungen für bestimmte Nexperia-Chips verhängt, die auch europäische Autohersteller treffen. Zuletzt hatte Peking angekündigt, unter bestimmten Voraussetzungen wieder Ausnahmen für Nexperia-Exporte zuzulassen.

Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners verwies darauf, dass Warnungen wegen der hohen Bewertungen an den Aktienmärkten und einer möglichen Korrektur lauter würden. "An Asiens Börsen ist die Nervosität förmlich greifbar", kommentierte der Experte die Kursverluste in Tokio, Shanghai und Seoul.

In den USA, wo sich nach dem durchwachsenen Wochenauftakt ebenfalls ein Kursrückgang abzeichnet, wächst den Experten von Index-Radar zufolge ebenfalls die Skepsis. Die Aufwärtsbewegung des marktbreiten S&P 500 werde von immer weniger Titeln wie den Schwergewichten Apple und Nvidia getragen, welche das Gesamtbild verzerrten. IG-Marktanalyst Christian Henke rückte zudem die weiter sinkenden Hoffnungen auf eine US-Leitzinssenkung im Dezember in den Fokus.

Nach einem ruhigen Wochenauftakt legten am Dienstag zahlreiche deutsche Unternehmen ihre Quartalszahlen und Ausblicke vor. Für die Aktien von Dax-Schlusslicht Fresenius Medical Care (FMC) ging es um 6 Prozent bergab. Der Dialyseanbieter übertraf zwar trotz des weiter mauen US-Geschäfts die Erwartungen. JPMorgan-Analyst David Adlington hatte indes schon vorab gewarnt, eine positive Kursreaktion könnte sich wegen der Erwartung weiterer Anteilsplatzierungen von Fresenius schnell verflüchtigen. Zudem seien die Aktien seit Anfang September deutlich besser gelaufen als die des US-Konkurrenten Davita .

Dagegen setzten sich die Elmos -Titel mit plus 9,4 Prozent unangefochten an die Spitze des Nebenwerte-Index SDax . Der Halbeiterkonzern überzeugte die Anleger mit einem angehobenen Ziel für den freien Barmittelzufluss (FCF).

Norma zählte indes mit einem Kursrutsch von 5,3 Prozent zu den größten SDax-Verlierern. Die Umsätze des Autozulieferers und Verbindungstechnikanbieters hätten die Erwartungen verfehlt, schrieb Analyst Volker Bosse von der Baader Bank. Das habe Norma mit Blick auf das operative Ergebnis durch Flexibilität bei den Kosten nicht ganz ausgleichen können.

Bei Indexnachbar Schaeffler sorgte ein tieferer Rutsch in die Verlustzone für ein Minus von 4,7 Prozent. Der Auto- und Industriezulieferer musste vor allem wegen einer Softwareumstellung Wertminderungen vornehmen.

Eine abermals gesenkte Umsatzprognose brockte dem Lkw-Zulieferer SAF-Holland Kursverluste von 4,2 Prozent ein. Die erneute Umsatzwarnung nach einer Senkung schon Ende Juli komme zwar nicht überraschend, falle aber noch deutlicher aus als befürchtet, kommentierte ein Händler.

Beim Modeunternehmen Hugo Boss stand nach zeitweisen Gewinnen ein Minus von 3,7 Prozent zu Buche. Positiven Aussagen zum Start ins laufende Quartal stand eine enttäuschende Umsatzentwicklung im vergangenen Jahresviertel gegenüber./gl/mis

--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---

Kommentare (0) ... diskutiere mit.
Werbung

Handeln Sie Aktien bei SMARTBROKER+ für 0 Euro!* Profitieren Sie von kostenloser Depotführung, Zugriff auf 29 deutsche und internationale Börsenplätze und unschlagbar günstigen Konditionen – alles in einer innovativen, brandneuen App. Jetzt zu SMARTBROKER+ wechseln und durchstarten!

*Ab 500 EUR Ordervolumen über gettex. Zzgl. marktüblicher Spreads und Zuwendungen.

k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
Werbung
Weiter abwärts?
Kurzfristig positionieren
Ask: 11,10
Hebel: 21
mit starkem Hebel
Ask: 55,32
Hebel: 4
mit kleinem Hebel
Smartbroker
Goldman Sachs
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie hier: GU9Y62 GW0XR8. Beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung. Der Emittent ist berechtigt, Wertpapiere mit open end-Laufzeit zu kündigen.
News-Kommentare
Thema
1 Biontech kehrt zu seinen Wurzeln zurück Hauptdiskussion
2 Trump: Geplanter Angriff auf Iran gestoppt Hauptdiskussion
3 ROUNDUP 2/Trump droht: 'Für den Iran tickt die Uhr' Hauptdiskussion
4 Taiwans Präsident bangt um Sicherheitsversprechen der USA Hauptdiskussion
5 ROUNDUP/Trump droht: 'Für den Iran tickt die Uhr' Hauptdiskussion
6 Tesla-Absturz: Musk wie immer mit neuen Ankündigungen Hauptdiskussion
7 Kiew erhält mehr als 500 Soldatenleichen zurück Hauptdiskussion
Alle Diskussionen
Weitere News

0:10 Uhr • Artikel • dpa

Gestern 23:16 Uhr • Artikel • dpa-AFX

Gestern 22:20 Uhr • Artikel • dpa-AFX

Gestern 21:45 Uhr • Artikel • dpa-AFX

Gestern 21:09 Uhr • Artikel • dpa

Schreib den ersten Kommentar!

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer