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Nvidia weckt neue KI-Fantasie bei deutschen Chipwerten 23.09.2025, 18:17 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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FRANKFURT (dpa-AFX) - Nvidia hat am Dienstag mit milliardenschweren Investitionen für gute Laune im deutschen Halbleitersektor gesorgt. Der US-Chipkonzern will bis zu 100 Milliarden US-Dollar (rund 85 Mrd Euro) in den ChatGPT-Entwickler OpenAI stecken. Ein Händler sprach davon, dass damit neue Nachfrage rund um Künstliche Intelligenz (KI) entstehe.

Der deutsche Chipkonzern Infineon gehörte mit einem Plus von 2,4 Prozent zur Spitzengruppe im Dax . Die Aktien blieben letztlich aber unter der 200-Tage-Chartlinie, die als Indikator für den langfristigen Trend gilt. Von dem am Monatsanfang erreichten Tief seit Mai hat sich Infineon nun schon um fast zehn Prozent erholt.

Im MDax war der Ausrüster für die Chipindustrie, Aixtron , unter den Favoriten der Anleger und legte um 4,4 Prozent zu. Unter den Nebenwerten im SDax zählte der Waferhersteller Siltronic zu den größten Gewinnern. Auch Halbleiterzulieferer Suss Microtec und das Chipunternehmen Elmos schlossen klar im Plus.

Bereits am Vortag kletterten die Nvidia-Aktien auf ein weiteres Rekordhoch bei 184,55 Dollar, am Dienstag nahmen die Anleger Gewinne mit. In den vergangenen drei Jahren hatten die Papiere ihren Wert etwa verfünfzehnfacht. Der Tech-Riese möchte sich mit den hohen Investitionen in OpenAI einen Platz in dessen künftigen Rechenzentren für ChatGPT sichern. Der Chatbot löste mit der Veröffentlichung im November 2022 den Hype um Künstliche Intelligenz aus. Chips von Nvidia wurden zu einer Schlüsseltechnologie für KI.

"Mit noch größeren, leistungsfähigeren Rechenzentren könnte jetzt richtig Tempo in die Implementierung der Künstlichen Intelligenz in sämtliche Geschäftsbereiche kommen", kommentierte Kapitalmarktstratege Jürgen Molnar vom Broker RoboMarkets. Das lasse mehr und mehr jene Stimmen verstummen, die vor fehlender Kursfantasie für die vermeintlich bereits viel zu hohen Bewertungen an der Börse warnen.

Bernstein-Analyst Stacy Rasgon verwies aber auf wachsende Sorgen, dass sich Nvidia mit seinen Investitionen im Kreis drehe - wenn diese letztlich nur wieder in Chips des Unternehmens selbst fließen würden. Dennoch sei eine Beschleunigung der KI-Investitionen voraussichtlich positiv für die gesamte Branche.

"Es zeichnet sich ein technologisches Wettrüsten zwischen den USA und China ab", stellte Marktbeobachter Andreas Lipkow fest. Wer in dieser Phase das meiste Geld in die Hände nehme und die beste Infrastruktur aufbaue, werde mittelfristig der Gewinner sein. "Davon können auch mittels Zweit- und Drittrundeneffekten einige europäische Technologiekonzerne wie beispielsweise Infineon, SAP und ASML profitieren", ergänzte Lipkow.

Am Dienstag stiegen die Anteilsscheine von Chipausrüster ASML um 1,1 Prozent. SAP-Aktien waren mit Kursgewinnen von 0,7 Prozent etwas unauffälliger. Laut Marktanalyst Jochen Stanzl vom Handelshaus CMC Markets durchlaufe der Softwarekonzern eine Korrektur, genieße wegen der starken Nutzung von KI aber auch internationale Aufmerksamkeit. Wenn sich die Aktie wieder fange, könne sie sogar zur Triebfeder für den Gesamtmarkt werden.

Für einen kleinen Dämpfer sorgte dagegen ASM International . Der Halbleiterhersteller senkte anlässlich eines Kapitalmarkttags seine Prognose. UBS-Analyst Francois-Xavier Bouvignies sieht das robuste Wachstum von ASM aber dennoch untermauert. Für 2027 sei die Kappung des Ausblicks rein währungsbedingt. Schlussendlich büßte die Aktie nur 0,1 Prozent ein./niw/edh/men

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