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Chemiewerte schwer belastet von Öl- und Gaspreissorgen 03.03.2026, 13:24 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Aktien aus dem deutschen Chemiesektor haben am Dienstag weiterhin besonders stark unter Iran-Krieg gelitten. Im Dax waren die Titel des Branchenriesen BASF und des Agrarchemiekonzerns Bayer zuletzt mit bis zu fünf Prozent unter den größten Verlierern.

Im MDax galt dies für Wacker Chemie , Lanxess und Evonik mit Abgaben zwischen 5,6 und 8,4 Prozent.

Verängstigt reagieren die Anleger am Dienstag vor allem auf die weiter steigenden Öl- und Gaspreise, weil die Sicherheit auf der für den Öl- und Flüssiggas-Export wichtigen Schifffahrtsstraße von Hormus nicht gewährleistet ist.

Analyst James Hooper von Bernstein Research fürchtet, dass steigende Preise für Energieträger in der Chemiebranche zu Lasten der Margen geht. Sollte die Situation länger so bleiben, geht er davon aus, dass auch die Konsumlaune der Menschen gebremst wird - und damit einer breiten Erholung der Nachfrage im Weg steht, die die Chemieindustrie in ihrer Krise eigentlich brauche.

Die Schläge der USA und Israels gegen den Iran haben seit dem Wochenende vor allem die europäischen Gaspreise kräftig in die Höhe getrieben. Am Dienstag erreichte richtungweisende Erdgas-Terminkontrakt TTF den höchsten Stand seit drei Jahren wegen eines fortgesetzten Lieferstopps von Flüssiggas aus dem wichtigen Förderland Katar. Anhaltend hohe Preise könnten die Aktienkurse belasten, sagte der Analyst Sebastian Bray von der Berenberg Bank mit Blick auf BASF. Den Gasverbrauch der Ludwigshafener schätzt der Experte auf rund 30 Terrawattstunden pro Jahr.

Die Aktien des Düngemittelherstellers K+S sowie des Gasekonzerns Air Liquide entwickelten sich am Dienstag in der Branche relativ solide mit Abgaben kleiner 1,6 Prozent.

Unternehmen aus dem Gasebereich zählt Bernstein-Experte Hooper in der aktuellen Situation wegen ihres defensiveren Charakters weiter zu den Branchenfavoriten.

Es gebe auch vereinzelt Profiteure mit normalerweise starker Konkurrenz aus dem Iran. Er erwähnte dabei unter anderem Produzenten von Harnstoff und Ammoniak - Stoffe, die im Düngerbereich eine Rolle spielen./tih/jsl

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