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Mittelfristziele von Sartorius und Tochter erleichtern 17.03.2026, 12:28 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Name Aktuell Diff. Börse
Sartorius Vz. 227,35 EUR +4,70 % Lang & Schwarz
Sartorius Stedim Biotech 220,20 USD +7,41 % Nasdaq OTC

Die neuen Mittelfristziele von Sartorius DE0007165631 haben die Aktien des Labor- und Pharmazulieferers und deren Tochter Stedim Biotech FR0013154002 am Dienstag auf Erholungskurs geschickt. Analysten äußerten sich trotz ein paar Einschränkungen zufrieden.

"Der Kapitalmarkttag wurde als Chance für das neue Management gesehen, die Erwartungen neu zu justieren und aktualisierte Mittelfristziele vorzustellen", erklärte etwa Jefferies-Experte James Vane-Tempest. Zudem verwiesen Analysten auf die vorangegangenen überdurchschnittlichen Kursverluste der Papiere im Vergleich zum Branchen-Index Stoxx Europe 600 Health Care EU0009658723.

Gegen Mittag gewann die Vorzugsaktie von Sartorius an der MDax-Spitze 4,4 Prozent auf 218,10 Euro und machte damit den Großteil der Verluste der drei vorangegangenen Handelstage wieder wett. Die Aktie der Biotech-Tochter stieg in Paris um 5,2 Prozent auf 168,45 Euro. Sie bügelte damit den Rückschlag der vergangenen sieben Handelstage fast aus.

Laut Analyst Richard Vosser von JPMorgan implizieren die ab 2027 von Sartorius in Aussicht gestellten Ziele für das Jahr 2030 eine operative Marge (bereinigte Ebitda-Marge), die um 4 Prozent unter den aktuellen Erwartungen am Markt liege. Diese dürften nun entsprechend sinken. Dagegen dürfte sich an den entsprechenden Konsensprognosen für die Tochter Sartorius Stedim FR0013154002 nichts ändern. Der Umsatz beider Unternehmen liege zudem leicht unter den Erwartungen.

Vosser verwies jedoch darauf, dass sich die Aktien im Vergleich zur europäischen Pharmabranche seit der Vorlage der Jahreszahlen deutlich unterdurchschnittlich entwickelt hätten. Zum Teil war dies ihm zufolge auf die Bedenken von Investoren über die mittelfristigen Prognosen geschuldet. Schwächen wären somit bereits mehr als eingepreist.

Die neuen mittelfristigen Ziele spiegelten ein überdurchschnittliches Konzernumsatzwachstum aus eigener Kraft wider sowie auch eine Margenausweitung, schrieb Charles Weston. Dabei erklärte der RBC-Analyst, dass der Finanzvorstand in den Diskussionen die Ziele als "realistisch, aber ambitioniert" bezeichnet und auch angedeutet habe, dass Fusionen und Übernahmen wohl weniger bedeutend sein würden als in der Vergangenheit. Daher interpretiere er die Mittelfristprognose als organisches Wachstum.

Außerdem hob Weston auch die Sparte Bioprocess Solutions (BPS) positiv hervor. Diesen besonders im Fokus der Anleger stehenden Geschäftsbereich sehe das Management - bezogen auf die Mitte der angegebenen Prognosespanne - stärker wachsen als der Analystendurchschnitt.

Barclays-Analyst Charles Pitman-King hob die "große Begeisterung des Unternehmens" für die einerseits wieder anziehende Marktnachfrage nach Ausrüstung und andererseits die Nachfrage aus China hervor. Auch habe Sartorius seine führende Position im Bereich Einwegprodukte betont, sein Potenzial für Marktanteilsgewinne sowie die klare Strategie des neuen Vorstandschefs Michael Grosse, eine stärker auf Eigenverantwortung ausgerichtete Unternehmenskultur zu schaffen.

Zur Tochter Stedim schrieb der Jefferies-Analyst: Neben dem allgemeinen Fokus von Sartorius, Prozesse zu intensivieren, Einwegtechnologie und die Zellanalytik voranzutreiben, wolle das französische Biotechunternehmen ausgewählte aufstrebende Geschäftsbereiche weiterentwickeln. Dazu zählten auch Prozessanalysetechnologien und Angebote für fortschrittliche Therapielösungen, da diese Märkte als dynamisch und innovationsintensiv eingestuft würden.

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