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Angriff auf Öltanker verunsichert 12.03.2026, 13:27 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Dow Jones 49.608,90 PKT +0,03 % Ariva Indikation

NEW YORK (dpa-AFX) - Am US-Aktienmarkt werden am Donnerstag erneut Verluste erwartet. Im Fokus bleibt der Iran-Krieg samt den Ölpreisen, die trotz der Freigabe von Reserven durch die Internationale Energieagentur (IEA) weiter steigen. Ein Fass der Nordsee-Ölsorte Brent kostete zeitweise wieder mehr als 100 US-Dollar. Anleger scheuen nach einem Angriff auf zwei Öltanker in irakischem Gewässer wieder vor Risiken zurück.

Der Dow Jones Industrial dürfte zum Handelsstart an seine Vortagsverluste anknüpfen. Der Broker IG indiziert den wohl bekanntesten Wall-Street-Index rund eine Stunde vor Handelsbeginn 0,9 Prozent tiefer und damit bei 47.000 Zählern. Der Nasdaq 100 wird mit minus 0,7 Prozent auf 24.800 Punkte erwartet, nachdem der überwiegend mit Technologieaktien bestückte Auswahlindex tags zuvor fast unverändert aus dem Tag gegangen war.

"Der Iran hat es mit vergleichsweise begrenzten Mitteln geschafft, den für die Weltwirtschaft so wichtigen Seetransport durch die Straße von Hormus den mittlerweile zwölften Tag in Folge lahmzulegen", konstatierte Chefmarktanalyst Jochen Stanzl von der Consorsbank. Die beiden brennenden Tanker vor der Küste Iraks und die Evakuierung des Ölhafens im Oman demonstrierten Irans unveränderte Bereitschaft, Öl als Waffe einzusetzen. "Solange der Iran die Straße von Hormus kontrolliert, werden sich die Finanzmärkte nicht nachhaltig beruhigen."

Eine Blockade der Straße von Hormus über längere Zeit hätte dramatische Auswirkungen auf die Weltkonjunktur. Ein kräftiger Schub bei den Öl- und Gaspreisen könnte jeglichen Wirtschaftsaufschwung im Keim ersticken. Die IEA spricht bereits von der "größten Versorgungsstörung in der Geschichte des globalen Ölmarktes".

Unter den sogenannten Glorreichen Sieben, den sieben bedeutendsten Technologiegiganten der USA, zeigten sich Tesla vorbörslich wenig verändert. Apple , Nvidia , Microsoft , Amazon , Meta und Alphabet gaben unterdessen um bis zu 0,8 Prozent nach.

Aktien aus der Energie- und Düngemittelbranche legten angesichts von Angebotsverknappungen vor dem Handelsstart zu. So stiegen vorbörslich etwa Chevron oder ConocoPhillips im Ölsektor zwischen 1 und 2 Prozent, Nutrien gewannen im Düngerbereich 1,6 Prozent und Mosaic sogar etwas mehr als 4 Prozent.

Aktien aus der Reisebranche wie Delta Air Lines oder auch United Airlines oder Royal Caribbean weiteten ihre Verluste vorbörslich um jeweils rund 2 Prozent aus, denn mit dem Ölpreis steigen die Kosten.

Hims & Hers Health legten vorbörslich um knapp 6 Prozent zu und dürften an ihren starken Lauf der vergangenen Handelstage anknüpfen. Der Telemedizinanbieter hatte sich vor wenigen Tagen im Streit mit Novo Nordisk um den Vertrieb umsatzstarker Medikamente des dänischen Pharmakonzerns geeinigt.

In den Fokus dürften zudem die Aktien des Online-Dating-Unternehmens Bumble rücken mit einem vorbörslichen Hochsprung von knapp 21 Prozent. Bumble überzeugte mit einer über den Erwartungen liegenden Prognose für das operative Ergebnis im ersten Quartal./ck/jha/

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