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Energiepreis-Rally lässt den Dow weiter sinken 09.03.2026, 19:14 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Dow Jones 47.678,85 PKT +0,38 % Ariva Indikation

NEW YORK (dpa-AFX) - Die im Zuge des Iran-Kriegs zeitweise sehr stark gestiegenen Öl- und Gaspreise haben am Montag am US-Aktienmarkt einmal mehr Inflations- und Wachstumssorgen geschürt. Allerdings grenzten die wichtigsten Indizes ihre Verluste zuletzt ein.

Der Leitindex Dow Jones Industrial sank noch um 0,9 Prozent auf 47.062 Punkte. Zwischenzeitlich war das Börsenbarometer auf den tiefsten Stand seit Ende November abgesackt.

Der marktbreite S&P 500 fiel um 0,5 Prozent auf 6.704 Zähler. Für den technologielastigen und schwankungsanfälligen Nasdaq 100 ging es um 0,2 Prozent auf 24.594 Punkte nach unten.

Wie nervös die Anleger aktuell sind, zeigt ein Blick auf den Volatilitätsindex Vix, der die kurzfristig erwarteten Schwankungen im S&P 500 misst und deshalb auch als "Angstindex" bekannt ist. Dieser war im Handelsverlauf auf den höchsten Stand seit April gestiegen. Seinerzeit hatte US-Präsident Donald Trump die Kapitalmärkte durch seine Zollankündigungen in Aufruhr versetzt. Aktuell gibt der Vix wieder nach.

Die Energiemärkte sind durch den Krieg im Nahen Osten stark beeinträchtigt. Der Transport von Energierohstoffen aus den Förderregionen am Persischen Golf durch die wichtige Straße von Hormus kam faktisch zum Erliegen. Aktuell kostet ein Fass (159 Liter) Rohöl der Nordsee-Marke Brent knapp 100 US-Dollar, was einem Plus von gut sieben Prozent entspricht. Zeitweise war der Preis auf knapp 120 Dollar in die Höhe geschnellt.

Aoifinn Devitt, Managing Director für Global Wealth bei Moneta Group Investment Advisors, äußerte sich entsprechend skeptisch. Es sei keine diplomatische Lösung in Sicht ist, und die Rhetorik auf beiden Seiten verschärfe sich. Ein Ölpreis von 90 Dollar und mehr dürfte die Lage der Verbraucher verschärfen.

Mit Blick auf die mögliche Freigabe von Teilen der nationalen Ölreserven wegen des Iran-Kriegs wurde derweil nach französischer Darstellung noch keine Entscheidung getroffen. "Soweit sind wir noch nicht", sagte Frankreichs Finanzminister Roland Lescure auf eine entsprechende Frage in Brüssel nach einem Gespräch der Finanzminister der G7-Länder.

Unter den Einzelwerten schnellten Hims & Hers Health um fast 39 Prozent nach oben. Der Telemedizinanbieter hatte sich in einem Streit mit Novo Nordisk um den Vertrieb umsatzstarker Medikamente des dänischen Pharmakonzerns mit diesem geeinigt. Die Novo-Nordisk-Papiere gewannen in Kopenhagen 2,7 Prozent,

Die Aktien von Live Nation Entertainment zogen um vier Prozent an. Der Event-Veranstalter einigte sich in einem Kartellstreit mit dem Justizministerium.

Auch Index-Veränderungen bewegten die Kurse. Aktien von Vertiv etwa gewannen gut acht Prozent. Der Ausrüster von Datenzentren steigt in den S&P 500 auf. Auch die Papiere des Laserspezialisten Lumentum und des Satellitenanbieters Echostar rücken in den Index auf. Lumentum kletterten daraufhin um fast elf Prozent und Echostar um knapp zwei Prozent nach oben./la/mis

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