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Kurseinbruch bei Microsoft belastet US-Börsen 29.01.2026, 20:10 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Dow Jones 48.974,42 PKT -0,01 % Ariva Indikation

NEW YORK (dpa-AFX) - Der Softwarekonzern Microsoft prägt am Donnerstag die US-Börsen angesichts einer Flut von Geschäftszahlen negativ. Die Standardwerte im Dow Jones Industrial entwickelten sich noch relativ robust, doch an der Nasdaq-Börse litt der Handel darunter, dass der Softwareriese mit nachlassendem Wachstum neue Sorgen rund um die KI-Investitionen schürte.

Die Reaktionen auf die Zahlen der Tech-Riesen Meta , Microsoft und Tesla gingen weit auseinander, wobei Microsoft mit einem Kursrutsch um zwölf Prozent negativ auffiel. Vor diesem Hintergrund lag der Nasdaq 100 zwei Stunden vor Schluss mit 1,2 Prozent im Minus bei 25.719 Punkten, nachdem er in der Spitze sogar mehr als zwei Prozent verloren hatte. Bei der Annäherung an sein Rekordhoch gab es damit einen Rückschlag.

Der Wall-Street-Leitindex Dow Jones Industrial konnte sich dem schwachen Umfeld auch nicht entziehen. Er gab allerdings nur um 0,3 Prozent auf 48.860 Punkte nach. Der marktbreite S&P 500 orientierte sich mit einem Abschlag von 0,7 Prozent auf 6.929 Zähler stärker an der Nasdaq.

Microsoft konnte zwar dank einer weiter hohen Nachfrage rund um Künstliche Intelligenz (KI) und Cloud-Dienste im zweiten Geschäftsquartal erneut kräftig wachsen, allerdings nicht mehr so deutlich wie im Vorquartal. Sorgen um die Wachstumstreiber mischten sich mit Bedenken wegen stark gestiegener Kosten. Durch den Kursrutsch drehten die Aktien ihre jüngste Erholung in den tiefsten Stand seit Ende April. In der Breite wurden auch andere Softwarewerte belastet.

Die Meta-Anteile konnten dies an der Nasdaq mit einem Kursanstieg um mehr als zehn Prozent nicht aufwiegen. Der Facebook-Mutterkonzern überzeugte mit einem deutlichen Umsatz- und Gewinnwachstum, das die Aktien auf den höchsten Stand seit Ende Oktober trieb. Das Werbegeschäft des Internetkonzerns nehme weiter Fahrt auf und zeige den positiven KI-Einfluss, urteilte Goldman-Sachs-Experte Eric Sheridan.

Dagegen kamen auch die Nachrichten des Elektroautobauers Tesla mit einem Abschlag von 2,6 Prozent nicht gut an. Die Gewinnschätzungen waren zwar übertroffen worden, doch es wurden Milliarden-Investitionen zur Umstrukturierung der Produktion angekündigt. Konzernchef Elon Musk setzt auf eine Zukunft mit Robotern und Robotaxis.

Im Dow gab es einige Gegengewichte zu Microsoft, die den Leitindex in ein besseres Licht rückten. Die Titel von IBM etwa zogen dort nach Zahlenvorlage um 3,7 Prozent an. Das IT-Urgestein überzeugte mit starkem Wachstum im Software- und IT-Infrastrukturgeschäft, das die Aktien in Richtung des Rekordes vom November trieb. Eine Bestmarke verbuchen konnte der Baumaschinenhersteller Caterpillar .

Die Anteile von Honeywell setzten sich nach Zahlen mit einem Anstieg um 4,3 Prozent an die Dow-Spitze. Die Titel des Kreditkartenanbieters Visa profitierten mit einem Anstieg um 1,4 Prozent von guten Zahlen des Konkurrenten Mastercard , die im marktbreiten S&P 500 um 3,6 Prozent anzogen.

Einen Rekord aufstellen konnten auch die Titel des Rüstungskonzerns Lockheed Martin , indem sie nach der Zahlenvorlage um 4,4 Prozent anzogen. Eine noch deutlichere Rally gab es bei Southwest Airlines mit einem Kurssprung um 18 Prozent. Die Fluggesellschaft überraschte mit ihren Quartalszahlen positiv./tih/he

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