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Rekord-Euphorie im Dow lässt etwas nach - Techs schwächer 15.08.2025, 19:53 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Dow Jones 49.655,90 PKT -0,10 % Ariva Indikation

NEW YORK (dpa-AFX) - Nach einem Auftakt nach Maß für die Standardwerte-Indizes am New Yorker Aktienmarkt hat die Begeisterung am Freitag etwas nachgelassen. Gleich zum Auftakt hatte der Leitindex Dow Jones Industrial seine acht Monate alte Bestmarke deutlich übertroffen und bis auf fast 45.204 Zähler zugelegt. Gut zwei Stunden vor dem Börsenschluss betrug der Zuwachs 0,30 Prozent auf 45.044 Punkte. Auch der marktbreite S&P 500 erreichte zu Beginn ein Rekordhoch, drehte danach aber ins Minus mit zuletzt 0,14 Prozent auf 6.459 Punkte.

Die Aktien des Krankenversicherers Unitedhealth waren im Dow der stärkste Wert mit einem Plus von fast 14 Prozent nach umfangreichen Aktienkäufen durch die Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway .

Für den technologielastigen Nasdaq 100 ging es um 0,46 Prozent auf 23.722 Punkte nach unten. Es belasteten Kursverluste von annähernd 14 Prozent für die Papiere des Chipindustrie-Ausrüsters Applied Materials nach einem enttäuschenden Ausblick. Im Sog von Applied Materials rutschten auch Branchenwerte wie Lam Research und KLA um 7 beziehungsweise 8,2 Prozent ab. Der Chipsektor insgesamt stand unter Druck.

Um 6,7 Prozent weiter nach oben ging es für die Aktien des gebeutelten Chipkonzerns Intel . Ein möglicher Staatseinstieg sorgt hier weiter für Fantasie, die dem Kurs am Vortag schon kräftig Schub gegeben hatte. Für Anleger werde Intel vorerst wieder eine Hoffnungsaktie, schrieb Analyst Stacy Rasgon von Bernstein.

Abseits des Aktienmarktes steht am Freitag das Gipfeltreffen zwischen dem US-Präsidenten Donald Trump und dem Kremlchef Wladimir Putin in Alaska im Fokus, bei dem es zuvorderst um eine Lösung im Ukraine-Krieg geht. Anleger hoffen auf eine Waffenruhe. Der Gipfel ist nach Kremlangaben für sechs bis sieben Stunden angesetzt. Mit frühen Ergebnissen noch am Freitag dürfte also kaum zu rechnen sein.

An Konjunkturdaten mangelte es vor dem Wochenschluss nicht. Hier achteten Markteilnehmer unter anderem auf die für den Konsum wichtigen Einzelhandelsumsätze, die etwas weniger als erwartet gestiegen waren. Die Daten zeigten dennoch, dass die US-Haushalte sich mit Ausgaben nicht zurückhielten trotz drohender Zölle, schrieben die Experten von Capital Economics. Das von der Universität Michigan ermittelte Verbrauchervertrauen für Juli fiel gleichwohl trüber aus als erwartet. Es lasse erkennen, dass die Verbraucher weiter sehr nervös seien mit Blick auf eine steigende Inflation, so die Analysten.

Daten aus der Wirtschaft beobachten Anleger sehr genau, weil sie Interpretationen zur Geldpolitik der Notenbank zulassen. Es wird derzeit damit gerechnet, dass die Fed im September den Leitzins senkt./ajx/he

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