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Rücksetzer nach US-Bonitätsabstufung verpufft 19.05.2025, 20:01 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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NEW YORK (dpa-AFX) - Die Abstufung der US-Kreditwürdigkeit durch Moody’s hat die Anleger in New York am Montag nicht lange beeindruckt. Benoit Anne, Anleiheexperte bei MFS Investment Management, verwies darauf, dass dieser Schritt keine Überraschung und "technisch gesehen eine späte Angleichung an die Einstufung der anderen Ratingagenturen" sei.

Der Leitindex Dow Jones Industrial drehte nach einem verhaltenen Start ins Plus und gewann zuletzt 0,29 Prozent auf 42.778,01 Punkte. Während der marktbreite S&P 500 um 0,02 Prozent auf 5.959,71 Punkte stieg, legte der Auswahlindex Nasdaq 100 um 0,01 Prozent auf 21.430 Punkte zu. In der vergangenen Woche war es vor allem an der Tech-Börse Nasdaq deutlich bergauf gegangen.

Mit Moody's verloren die USA auch bei der letzten großen Ratingagentur die Spitzennote für die Bonität. Auslöser ist die hohe Staatsverschuldung. Dieser Schritt "war längst überfällig", schrieb Dirk Chlench, Analyst bei der Landesbank Baden-Württemberg. Denn die Vereinigten Staaten verzeichneten trotz guter Konjunktur Jahr für Jahr hohe Finanzierungsdefizite. Die Schulden des Gesamtstaats seien mittlerweile auf rund 120 Prozent des Bruttoinlandsprodukts geklettert und Besserung sei nicht in Sicht.

US-Präsident Donald Trump versuche dieser Tage, ein umfassendes Steuergesetz durch den Kongress zu bringen, fuhr Chlench fort. Sollte ihm dies gelingen, dürfte es die heimische Staatsverschuldung um einige Billionen Dollar weiter in die Höhe treiben. Diesen besorgniserregenden Fiskalzahlen stünden allerdings die Größe, die Widerstandsfähigkeit und die Dynamik der US-Wirtschaft entgegen. Auch Mark Haefele, Chief Investment Officer bei der UBS, wollte die Bedeutung der Moody's-Abstufung nicht zu hoch hängen. Er erwartet "keine größeren direkten Auswirkungen auf die Finanzmärkte".

Mit dem Schritt von Moody’s könnte es für die USA etwas teurer werden, sich Geld auf dem Kapitalmarkt über Staatsanleihen zu besorgen. Die Renditen an den internationalen Anleihenmärkten zogen zeitweise an, was prinzipiell die Attraktivität von Aktien gegenüber festverzinslichen Wertpapieren schmälert.

Vor allem Technologietitel leiden unter einem Renditeanstieg, denn höhere Zinsen drücken den Wert der erwarteten Gewinne der oft stark wachsenden Unternehmen. Im Nasdaq 100 war mit dem Elektroautobauer Tesla einer der sogenannten "Magnificent 7" - also der wichtigsten US-Tech-Unternehmen - mit minus 2,6 Prozent einer der größten Verlierer. Auch Apple -Aktien reihten sich mit einem Kursrückgang um 1,3 Prozent im Index weit hinten ein. Bereits vergangene Woche hatte die Forderung von Trump an den Tech-Riesen, mehr Geräte in den USA statt in Indien zu bauen, etwas auf die Stimmung gedrückt.

Die Papiere von JPMorgan reagierten mit einem Rücksetzer auf skeptische Unternehmensaussagen und verloren zuletzt noch 0,8 Prozent. Die größte US-Bank stellt sich wegen der politischen Ankündigungen von Donald Trump auf schlechtere Geschäfte im Investmentbanking ein. Dies zog auch Goldman Sachs in Mitleidenschaft: Die Titel des dort stark vertretenen Instituts sanken um 0,9 Prozent.

Für die Papiere des Social-Media-Unternehmens Reddit ging es nach einer Abstufung durch die Bank Wells Fargo um 3,8 Prozent nach unten. Die Analysten verwiesen auf die Konkurrenz durch die Alphabet -Tochter Google. Der Suchmaschinenbetreiber setze "aggressiver" KI-Funktionen ein, was der Online-Plattform schaden könnte.

Dagegen sprangen die Aktien von Novavax um mehr als 16 Prozent hoch. Der Impfstoffhersteller erhielt mit Verspätung eine US-Zulassung für seinen Corona-Impfstoff. Dies war auch ein positives Signal für Konkurrenten, da US-Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. als Impfskeptiker gilt und zuvor die Wirksamkeit des Medikaments angezweifelt hatte: Moderna und Biontech legten um 5,8 beziehungsweise 5,1 Prozent zu./gl/he

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