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Schleppende Erholung - Stark schwankender Ölpreis verunsichert 10.03.2026, 19:45 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Dow Jones 47.728,73 PKT +0,06 % Ariva Indikation

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Börsen haben am Dienstag nur mit Mühe an ihre Vortageserholung angeknüpft. Etwas Auftrieb verliehen die weiter sinkenden Ölpreise, sodass die jüngst wieder hochgekochten Inflationssorgen gedämpft wurden.

Allerdings schwankten die Ölpreise zuletzt deutlich, was die Anleger an den Börsen verunsicherte. Für Verwirrung sorgte US-Energieminister Chris Wright. Er hatte auf der Plattform X mitgeteilt, dass die US-Marine erfolgreich einen Öltanker durch die Straße von Hormus eskortiert habe. Allerdings wurde dieser Tweet kurz darauf gelöscht, etwas später dementierte das Weiße Haus die Meldung offiziell.

Der Leitindex Dow Jones Industrial stieg zuletzt noch um 0,4 Prozent auf 47.927 Punkte. Der marktbreite S&P 500 legte um 0,3 Prozent auf 6.813 Punkte zu. Für den Nasdaq 100 ging es um 0,4 Prozent auf 25.059 Punkte nach oben.

Bereits am Montag hatte die Aussage von US-Präsident Donald Trump, wonach der Krieg im Nahen Osten "so gut wie beendet" sei, die Ölpreise stark belastet und am Aktienmarkt für Kursgewinne gesorgt. Doch es herrscht am Markt weiter Skepsis, ob der Krieg tatsächlich bald endet.

Stratege Matt Gertken vom Analysehaus BCA Research etwa schrieb: Trump habe das Ziel ausgegeben, den Iran zu entwaffnen. Dazu müsse das Nuklear- und Raketenprogramm des Landes beendet werden, die Kriegsflotte an die Leine gelegt und die Unterstützung terroristischer Gruppen eingestellt werden. "Diese Ziele sind bislang kaum erreicht worden", lautet Gertkens Fazit.

Unter den Einzelwerten sorgte vor allem für Aufmerksamkeit, dass die Impfstoff-Pioniere und Biontech -Gründer Ugur Sahin und Özlem Türeci das in der Corona-Pandemie weltweit bekannt gewordene Unternehmen verlassen und ein neues gründen werden. Die Eheleute scheiden spätestens Ende 2026 aus, dann enden ihre aktuellen Dienstverträge. Ihr neues Biotechnologie-Unternehmen soll sich demnach auf die Entwicklung der nächsten Generation von Medikamenten auf mRNA-Basis widmen.

Analyst Emmanuel Papadakis von Deutsche Bank Research sieht dies mit gemischten Gefühlen. Der Abschied sei nicht gerade ein Vertrauensbeweis, und es drohe zudem die Entstehung eines Konkurrenten. Sahin und Türeci könnten allerdings auch von einem gereiften Unternehmen mit seinen Vermarktungszwängen zu ihren Forschungswurzeln zurückkehren wollen. Und Biontech könnte damit sogar ein interessanteres Ziel für Pharmakonzerne werden, sofern der Tumor-Antikörper Pumitamig erfolgreich sei.

Biontech meldete zudem für das Geschäftsjahr 2025 einen Milliardenverlust. Anleger nahmen in dieser Gemengelage erst einmal Reißaus: Die Aktien brachen um fast ein Fünftel ein.

Unter den besten Werten im S&P 500 zogen die Papiere von Vertex Pharmaceuticals um knapp neun Prozent an. Das Unternehmen erfreute die Anleger mit positiven Studiendaten zu einem Mittel gegen eine seltene Nierenerkrankung.

Die Anteilsscheine von Centene sackten mit einem Minus von gut 14 Prozent an das Index-Ende. Der Krankenversicherer äußerte sich auf einer Branchenkonferenz zurückhaltend zu den Geschäftsaussichten.

Im Softwaresektor litten Aktien indes einmal mehr unter Sorgen vor Konkurrenz durch aktuelle Entwicklungen im KI-Bereich. So fielen im Dow Salesforce um mehr als zwei Prozent. Zudem richten sich die Blicke auf Oracle , der Konzern legt nach Börsenschluss Quartalszahlen vor./la

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