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Verluste - Hoffnung auf Entspannung im Handelsstreit schwindet 22.10.2025, 20:20 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Dow Jones 49.659,64 PKT +0,10 % Ariva Indikation

NEW YORK (dpa-AFX) - Die wichtigsten US-Aktienindizes haben am Mittwoch ihre Anfangsverluste ausgeweitet. Experten verwiesen auf Sorgen, dass sich die Spannungen im Handelsstreit zwischen den Vereinigten Staaten und China wieder verschärfen könnten, nachdem es zuletzt Hoffnungen auf eine Entspannung gegeben hatte. Einem Medienbericht zufolge erwägt das Weiße Haus, Softwareexporte nach China restriktiver zu behandeln.

Der Dow Jones Industrial sank zuletzt um 0,91 Prozent auf 46.495,92 Punkte. Der marktbreite S&P 500 verlor 1,13 Prozent auf 6.659,52 Zähler. Für den technologielastigen Nasdaq 100 ging es um 1,79 Prozent auf 24.677,91 Punkte nach unten.

Die Papiere von Netflix sackten um knapp zehn Prozent auf den tiefsten Stand seit fünf Monaten ab. Der Videostreaming-Marktführer hatte am Dienstag nach US-Börsenschluss für das dritte Quartal einen unerwartet niedrigen Gewinn je Aktie, aber ein anhaltend gutes Umsatzwachstum von 17 Prozent ausgewiesen.

Netflix nennt inzwischen keine Abonnentenzahlen mehr, weshalb die Erlösentwicklung nun als Hauptindikator für das Geschäftswachstum gilt. Der Experte James Heaney vom Analysehaus Jefferies sprach von durchwachsenen Ergebnissen und bemängelte, dass der fehlende Ausblick auf 2026 für eine gewisse Unsicherheit sorgen könnte. An der aufwärtsgerichteten Anlagestory ändere dies jedoch nichts.

Enttäuschende Quartalsziele von Texas Instruments vom Vorabend sorgten am Mittwoch für einen Kursrückgang von 8,0 Prozent. Der Ausblick des US-Halbleiterkonzerns lege den Schluss nahe, dass im Geschäft mit analogen Halbleitern der zyklische Aufschwung eine Pause einlege, schrieb Analyst Blayne Curtis von Jefferies.

Für die Papiere von Mattel ging es um 3,2 Prozent nach unten. Der Spielzeughersteller hatte für das dritte Quartal Umsatz- und Gewinnzahlen gemeldet, die hinter den durchschnittlichen Analystenschätzungen zurückgeblieben waren. Grund dafür ist, dass die US-Einzelhändler aufgrund der Unsicherheit über die Zollpolitik von Präsident Donald Trump Bestellungen bei Mattel verzögerten.

GE Vernova sackten zuletzt um knapp fünf Prozent ab. Der Siemens-Energy-Konkurrent hatte eigentlich überzeugende Quartalszahlen vorgelegt, die im vorbörslichen Handel noch für deutliche Gewinne gesorgt hatten.

In ersten Kommentaren verwiesen Experten bei GE Vernova unter anderem auf die Auftragseingänge, die laut Citigroup-Experte Andrew Kaplowitz eine starke zugrundeliegende Nachfrage unterstrichen. Analyst Julien Dumoulin-Smith von Jefferies Research bemängelte allerdings, dass im dritten Quartal die Erwartungen umsatzseitig übertroffen, aber margenseitig verfehlt worden seien.

AT&T verloren 2,4 Prozent. Der T-Mobile-US-Rivale hatte ein gemischtes Zahlenwerk vorgelegt. Gewinn und Neukundenzahlen übertrafen die Erwartungen des Marktes. Der Umsatz im dritten Quartal verfehlte wegen einer großen Werbekampagne die Vorhersagen von Analysten.

Die Papiere der wichtigsten Telekom-Tochter verloren marktkonforme 1,1 Prozent. T-Mobile US legt am Donnerstag vor dem Start des US-Börsenhandels die Zahlen vor./he/zb

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