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Zurückhaltung dominiert vor Fed-Zinsentscheidung 28.01.2026, 19:45 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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NEW YORK (dpa-AFX) - Vor der Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed haben sich die Anleger an den New Yorker Börsen Vorsicht walten lassen. Anfängliche Euphorie im Technologiesektor flaute ab. Der marktbreite S&P 500 , der zum Auftakt erstmals in seiner Geschichte die Marke von 7.000 Punkten hinter sich gelassen hatte, notierte eine halbe Stunde vor der Zinsmitteilung knapp im Minus bei 6.975 Punkten.

Auch im Nasdaq 100 schmolzen die Gewinne etwas ab. Der technologielastige Auswahlindex stand zuletzt noch 0,37 Prozent höher bei 26.036 Punkten. Der Leitindex Dow Jones Industrial bewegte sich mit 49.021 Punkten wenige Zähler über seinem Vortagesschluss. Spannend bleibt es am Mittwoch auch nach Börsenschluss: Dann veröffentlichen die Tech-Schwergewichte Microsoft , Meta und Tesla ihre Quartalszahlen.

Marktbeobachter gehen bei der bevorstehenden Zinsentscheidung der Notenbank davon aus, dass die Fed ihre Leitzinsen erst einmal nicht weiter senken wird. Die Anleger interessiert vor allem der Konflikt um die Unabhängigkeit der Notenbank. Zuletzt eskalierte dieser mit der Einleitung rechtlicher Maßnahmen gegen Fed-Chef Jerome Powell, dessen Amtszeit im Mai ausläuft. US-Präsident Donald Trump übt schon seit längerer Zeit deutliche Kritik an der Geldpolitik der Fed und will einen neuen Notenbankchef nominieren, der sich für Leitzinssenkungen einsetzt.

Papiere von Halbleiter-Aktien waren zur Wochenmitte gefragt. Überzeugende Geschäftszahlen und Prognosen von Texas Instruments , vom niederländischen Chipindustrie-Ausrüster ASML und vom südkoreanischen Chiphersteller SK Hynix gaben Auftrieb, wenngleich sich bei ASML Experten Sorgen machen, ob der Halbleiterbranchen-Ausrüster seine Kapazitäten schnell genug ausbauen kann, um die steigende Nachfrage zu bedienen.

Bei Texas Instruments belief sich das Kursplus auf fast 10 Prozent. Der Konzern profitierte davon, dass sich die Nachfrage nach Chips für industrielle Anwendungen und Autos zu erholen scheint. Micron setzten ihre steile Rekordrally mit einem Plus von 5,5 Prozent fort. Für Intel ging es um rund 11 Prozent hinauf.

Quartalszahlen veröffentlichten zudem der Telekomkonzern AT&T , der Energietechnikkonzern GE Vernova und der vor allem im Gesundheitsbereich tätige Konzern Danaher . AT&T gewannen rund 5 Prozent, GE Vernova legten um 1,4 Prozent zu. Danaher hingegen rutschten um knapp 4 Prozent ab./ajx/he

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