Aktien Wien Schluss

ATX etwas erholt nach jüngsten Verlusten 04.03.2026, 18:36 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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ATX 5.901,35 PKT -0,69 % Ariva Indikation

WIEN (dpa-AFX) - Die Wiener Börse hat sich am Mittwoch nach den zuletzt deutlichen Kurseinbußen etwas erholt. Für Entspannung sorgte, dass die Öl- und Gaspreise von ihren Kursspitzen abfielen, was die Sorgen vor den wirtschaftlichen Auswirkungen des Kriegs im Iran etwas dämpfte.

Der ATX schloss 1,51 Prozent höher auf 5.515,85 Punkten. An den ersten beiden Wochentagen war der Leitindex in der Spitze über sechs Prozent abgesackt. Für den ATX Prime ging es am Mittwoch um 1,46 Prozent auf 2.741,14 Zähler nach oben. Gewinne im ähnlichen Ausmaß verzeichneten auch andere europäische Börsenbarometer.

Am Mittwoch kamen die Energiepreise merklich von den Spitzenwerten des Vortages zurück, bleiben im Vergleich zur Vorwoche aber noch deutlich erhöht. Für etwas Entspannung sorgten vage Hoffnungen auf mögliche Verhandlungen zur Beendigung des Konflikts. Die Zeitung "New York Times" hatte berichtet, dass iranische Geheimdienstmitarbeiter indirekt an den US-Geheimdienst CIA ein Angebot zur Verhandlung von Bedingungen für ein Kriegsende unterbreitet hätten. Das iranische Geheimdienstministerium dementierte dies jedoch.

Zuvor hatte bereits eine Ankündigung von US-Präsident Donald Trump den Anstieg der Ölpreise gebremst. Demnach könnte die US-Marine Tanker bei der Durchfahrt durch die Straße von Hormuz eskortieren. Zudem stellte Trump Risikoversicherungen und Garantien für den gesamten Seehandel in der Region in Aussicht.

Einige Titel, die an den vergangenen Tagen deutlich Federn lassen mussten, zählten zu den größeren Gewinnern. So zogen FACC um 10,9 Prozent an. AT&S konnten sich um 7,4 Prozent erholen und Do&Co gewannen 3,7 Prozent. Die schwer gewichteten Banken Erste Group und Bawag erholten sich um 2,8 respektive 1,1 Prozent.

Porr legten nach Zahlen um 2,4 Prozent zu. Der Baukonzern hat seine Gewinne 2025 weiter ausgebaut. Die solide Ertragsdynamik und die robuste Auftragslage deute auf ein Aufwärtspotenzial gegenüber seinen Schätzungen hin, schrieb Analyst Michael Marschallinger von der Erste Group.

Der Salzburger Kranhersteller Palfinger steigt inzwischen ab 23. März anstelle des Immobilienunternehmens CPI Europe (früher Immofinanz) in den Leitindex der Wiener Börse auf. Palfinger kehrt damit erstmals seit 2010 wieder in den ATX zurück, wie die Wiener Börse am Vorabend bekannt gab. Die Änderung hatte sich bereits abgezeichnet, die Titel schlossen unverändert.

Semperit gaben hingegen um 1,6 Prozent nach. Der Gummi- und Kautschukkonzern Semperit will für das abgeschlossene Geschäftsjahr keine Dividende ausschütten. Ziel sei stattdessen, die finanzielle Substanz des Unternehmens zu stärken und in weitere Wachstumsbereiche zu investieren./spa/sto/APA/jha

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