Aktien Wien Schluss

Ukraine-Friedenshoffnungen treiben an 10.04.2026, 18:21 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Der Wiener Aktienmarkt hat am Freitag an die Erholungsrally zur Wochenmitte angeknüpft. Nachdem am Mittwoch die Ankündigung eines Waffenstillstands zwischen den USA, Israel und dem Iran einen Kurssprung ausgelöst hatte, kamen zum Wochenausklang Hoffnungen auf Fortschritte in den Verhandlungen im Ukraine-Krieg hinzu. Ein führender ukrainischer Verhandlungsvertreter äußerte sich gegenüber der Nachrichtenagentur Bloomberg optimistisch zu den Gesprächen.

Vor diesem Hintergrund stieg der ATX AT0000999982 um 2,80 Prozent auf 5.813,68 Punkte. Für die verkürzte Osterwoche bedeutet das einen starken Zuwachs von kumuliert 6,5 Prozent. Die seit Beginn des Iran-Kriegs verzeichneten Verluste sind damit mehr als aufgeholt; das Rekordhoch von Mitte Februar bei knapp 5.857 Zählern rückt wieder in Sichtweite. Für den ATX Prime ging es am Freitag um 2,78 Prozent auf 2.877,67 Zähler nach oben. Im europäischen Umfeld fielen die Zuwächse etwas moderater aus.

Wie Bloomberg berichtete, sieht Kyrylo Budanow, der führende ukrainische Verhandlungsvertreter gegenüber Russland, Fortschritte in Richtung eines möglichen Friedensabkommens mit dem Kreml. In dem Interview, das bereits am 4. April geführt worden war, zeigte er sich zuversichtlich, dass eine Beilegung des Krieges nicht mehr lange auf sich warten lassen könnte.

Mit Blick auf den Nahen Osten warfen sich die Regierungen in Washington und Teheran am Freitag gegenseitig vor, die seit zwei Tagen geltende Waffenruhe zu verletzen. Die Vorwürfe überschatten die ersten geplanten Friedensgespräche in dem Krieg, die am Samstag in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad beginnen sollen. Jedoch hielten sich die Ölpreise auf dem vergleichsweise niedrigen Niveau der Vortage, wodurch die Inflations- und Konjunktursorgen nicht weiter angeheizt wurden.

RBI springen fast elf Prozent hoch

Nachgefragt waren in Wien Werte, die von Frieden und einem Wiederaufbau in der Ukraine profitieren könnten. RBI AT0000606306 zogen an der ATX-Spitze um 10,7 Prozent an, während Voestalpine AT0000937503, Strabag AT000000STR1, Erste Group AT0000652011 und Wienerberger AT0000831706 zwischen 2,9 und 4,8 Prozent gewannen.

Größte Verlierer im ATX waren hingegen die OMV AT0000743059-Aktien, die 1,9 Prozent auf 59,40 Euro einbüßten. Die kanadische Bank RBC behielt ihr "Underperform"-Rating und ihr Kursziel von 60 Euro für die Aktien des Ölkonzerns bei. Zudem kürzte Berenberg ihr Kursziel für die Papiere leicht von 56,00 auf 55,00 Euro. Das Anlagevotum "Hold" wurde von Analyst Henry Tarr unverändert beibehalten.

Neben Analystenkommentaren rückte bei der OMV auch eine Personalentscheidung in den Fokus. So wurde die Irin Emma Delaney als neue Chefin des Ölkonzerns vorgeschlagen.

Rosenbauer nach Zahlen und Addiko nach Übernahmeangebot im Plus

Außerhalb des Leitindex zogen Rosenbauer AT0000922554 nach Zahlen um 6,3 Prozent an. Ein hoher Auftragsbestand und steigende Umsätze haben dem Feuerwehrausrüster im Vorjahr zu deutlich mehr Gewinn verholfen.

Im Telekomsektor gewannen Telekom Austria AT0000720008 2,6 Prozent auf 9,55 Euro. Erste-Analystin Nora Varga-Nagy stufte die Aktien im Zuge einer Sektorstudie von "Hold" auf "Buy" hoch und hob das Kursziel von 10,3 auf 12 Euro an. Hier gebe es Potenzial für eine größere Fusion oder Übernahme und/oder eine einmalige Dividende, meinte die Analystin.

Für EuroTeleSites setzte die Erste-Expertin hingegen ihr Kursziel von 5,90 auf 5,35 Euro herab, hielt aber ihre "Accumulate"-Empfehlung bei. EuroTeleSites schlossen unverändert bei 4,52 Euro.

Um knapp zwölf Prozent auf 27,50 Euro nach oben ging es für die Addiko-Anteile. Nachdem die RBI ein Übernahmeangebot vorgelegt hatte, zog die slowenische Bank NLB nach. Sie kündigte am Donnerstagabend ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot von 29,00 Euro je Aktie in bar an.

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