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50. Sitzung des Finanzmarktstabilitätsgremiums 15.09.2026, 10:15 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Die 50. Sitzung des Finanzmarktstabilitätsgremium (FMSG) fand am 14. September 2026 statt. Schwerpunktthema war die Evaluierung des Systemrisikopuffers und des Puffers für Andere Systemrelevante Institute (Other Systemically Important Institutions, OSII).

Systemrisikopuffer und OSII-Puffer

Das Gremium hat in seiner 50. FMSG-Sitzung die Evaluierung des Systemrisikopuffers gemeinsam mit jener des OSII-Puffers abgeschlossen und eine entsprechende Empfehlung an die Finanzmarktaufsichtsbehörde (FMA) [Link zur Empfehlung] gerichtet.

Der Systemrisikopuffer wurde vor zehn Jahren eingeführt, um das Risiko teurer Bankenrettungen zu reduzieren und einen reibungslosen Übergang zu neuen Bankenaufsichts- und Abwicklungsregeln zu ermöglichen. Seitdem sanken die systemischen Risiken: Das systemische Klumpenrisiko hat sich unter anderem vor dem Hintergrund überwiegend besserer Länderratings in Zentral- und Osteuropa so weit verringert, dass diese Pufferkomponente entfällt. Darüber hinaus stieg die Widerstandsfähigkeit des Bankensektors durch höhere Kapitalisierung und Profitabilität sowie weitere Fortschritte in der Abwicklungsfähigkeit von Banken. Dennoch bleiben Herausforderungen: Insbesondere die Größe des österreichischen Bankensektors indiziert weiterhin Systemrisiken. Die Nachhaltigkeit von hohen Gewinnen und Eigenkapitalausstattungen bleibt nach Akquisitionen und steigendem Wertberichtigungsbedarf für ausgefallene Kredite ("NPL-Backstops") noch mit Unsicherheiten behaftet. Zudem steht eine Belastungsprobe des derzeitigen europäischen Abwicklungsrahmens noch aus, während die Realwirtschaft durch anhaltende geopolitische Verwerfungen und geringere fiskalische Spielräume anfälliger für Schocks wird. Das Gremium hat der FMA daher vorgeschlagen, den Puffer für systemische Klumpenrisiken in zwei Schritten auf 0% zu senken und den Puffer für systemische Verwundbarkeit vorerst bei 0,75% (vor Überlappung) zu belassen. Bei der nächsten Evaluierung im Jahr 2028 wird die Nachhaltigkeit der erhöhten Widerstandsfähigkeit überprüft werden.

Der OSII-Puffer soll "Too-Big-To-Fail"-Risiken systemrelevanter Institute mindern. Im Vergleich zum Vorjahr gab es bei der Einstufung der Banken als systemrelevante Institute keine Änderungen. Die Zukäufe einiger österreichischer Banken, die den Markt strukturell verändern, werden im nächstjährigen Zyklus berücksichtigt, da sie in den relevanten Meldedaten zum Stichtag 31.12.2025 noch nicht enthalten sind.

Die Details zu den ausgewählten Banken und den Pufferhöhen finden sich in der Empfehlung an die FMA .

Antizyklischer Kapitalpuffer

Das FMSG empfiehlt der FMA zudem, den Antizyklischen Kapitalpuffer (AZKP) bei 0 % der inländischen risikogewichteten Aktiva zu belassen. Zum zweiten Quartal 2026 wiesen nur drei von sechzehn Indikatoren auf erhöhte finanzzyklische Risiken hin. Auch die beiden Indikatoren zur Kredit-BIP-Lücke, die in der Bemessung finanzzyklischer Risiken höher gewichtet werden, sind weiter unter den kritischen Schwellenwerten geblieben. Details dazu finden sich in der Empfehlung (FMSG/3/2026) [Link zur Empfehlung]

Das Dashboard der Indikatoren zu systemischen zyklischen Risiken wird in einer interaktiven Version auch auf der Website der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) veröffentlicht.

Rückfragehinweis: Sekretariat des Finanzmarktstabiltätsgremiums Mag. Marlies Faulmann Telefon: +43 1 404 20/6900 E-Mail: kontakt@fmsg.at Website: https://www.fmsg.at

*** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT ***

OTS0053 2026-09-15/10:10

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