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Allianz Studie zum Internationalen Frauentag: Gender-... 05.03.2026, 09:10 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

APA ots news: Allianz Studie zum Internationalen Frauentag: Gender-Einkommenslücke in Österreich schrumpft

München/Wien (APA-ots) - - Die lebenslange Einkommenslücke [1] ist von

31,4 % beim

Geburtenjahrgang 1975 auf 19,4 % beim Jahrgang 2025 gesunken.

- Der Vergleich der Jahrgänge 2000 und 2025 zeigt jedoch, dass sich

die Annäherung spürbar verlangsamt.

- International liegt Österreich damit auf Rang 11 von 14

untersuchten Ländern.

- Haupttreiber bleibt die hohe Teilzeitquote: 52 % der 25- bis 49-

jährigen Frauen arbeiten Teilzeit (Männern 11 %) - mit Folgen für

Vermögensaufbau und Pensionsansprüche.

Um diesen kumulativen Effekt zu messen, hat Allianz Research ein

integriertes Lebenszyklusmodell entwickelt, das Erwerbseinkommen,

Kapitaleinkommen und Pensionen zu einer einheitlichen Kennzahl des

Lebenseinkommens zusammenführt. Damit wird die Einkommensentwicklung

von Frauen und Männern der Geburtsjahrgänge 1975, 2000 und 2025 in

den wichtigsten OECD-Ländern nachgezeichnet.

Anlässlich des Internationalen Frauentags veröffentlicht Allianz

Research die Studie "Closing the Gender Income Gap: From Paycheck to

Pension". Analysiert werden 14 OECD-Länder sowie drei Generationen (

Geburtenjahrgänge 1975, 2000 und 2025). Zentrale Erkenntnis: Frauen

haben beim Lebenseinkommen in den vergangenen Jahrzehnten zwar

spürbar aufgeholt, dennoch bleibt ihr kumuliertes Einkommen über den

gesamten Lebenszyklus deutlich unter jenem der Männer. Setzen sich

aktuelle strukturelle Trends fort, dürfte sich die Annäherung künftig

merklich verlangsamen.

"Unsere Studie betrachtet das Lebenseinkommen ganzheitlich - von

Erwerbseinkommen über Spar- und Kapitalerträge bis hin zu

Pensionsansprüchen. Für Österreich beträgt die Einkommenslücke

zwischen Frauen und Männern über das gesamte Leben für den Jahrgang

2025 noch 19,4 %. Das ist eine klare Verbesserung gegenüber früheren

Generationen, aber die Dynamik lässt nach", erklärt Ludovic Subran,

Chief Investment Officer und Chefvolkswirt der Allianz.

Sabine Stöger, Chief Financial Officer der Allianz Österreich ,

ergänzt: " Der Gender Pay Gap ist in den letzten Jahren

zurückgegangen, doch wir sind noch lange nicht am Ziel. Dabei sind

sowohl faire und angemessene Vergütung über alle Branchen als auch

echte Chancengleichheit über das gesamte Berufsleben hinweg, bis hin

zur Pension entscheidend. Als Versicherungsunternehmen setzen wir uns

dafür ein, Finanzbildung und Vorsorge zu stärken, damit Frauen

Vermögen aufbauen und Pensionslücken nachhaltig schließen können."

Zwtl.: Fortschritt mit sinkender Dynamik

In Österreich ist die Lebenseinkommenslücke von 31,4 % beim

Jahrgang 1975 auf 22,4 % beim Jahrgang 2000 zurückgegangen. Für den

Jahrgang 2025 liegt sie bei 19,4 %, wobei sich der positive Trend

fortsetzt. Gleichzeitig wird deutlich, dass der verbleibende Abstand

nur noch schrittweise kleiner wird. "Für den Jahrgang 2000 bedeutet

das: Eine heute 26-jährige Frau wird über ihr gesamtes Erwerbsleben

hinweg im Durchschnitt rund 1,24 Millionen Euro weniger verdienen als

ein gleichaltriger Mann - nominal und unter Berücksichtigung von

Erwerbseinkommen, Kapitalerträgen und Pensionseinkünften," erläutert

Subran .

Zwtl.: Österreich unter den Schlusslichtern im internationalen

Vergleich

Im Ländervergleich liegt Österreich beim verbleibenden

Einkommensabstand des Jahrgangs 2025 auf Rang 11 von 14. Im Gegensatz

dazu könnten in Schweden Frauen dieses Jahrgangs über das gesamte

Erwerbsleben sogar ein leicht höheres Einkommen erzielen als Männer (

-2,4 %). Die größte Lücke gibt es in der Schweiz (32,1 %).

Zwtl.: Haupttreiber Teilzeit

Die Unterschiede im Lebenseinkommen entstehen vor allem im

Erwerbseinkommen. Niedrigere Einkommen während des Berufslebens

begrenzen den Vermögensaufbau und führen zu geringeren

Pensionsansprüchen - das Risiko von Altersarmut bleibt entsprechend

erhöht.

Der zentrale Faktor ist die ausgeprägte Teilzeitquote. In der

Altersgruppe der 25- bis 49-Jährigen arbeiten 52 % der Frauen in

Teilzeit, gegenüber 11 % der Männer. Bei den 50- bis 59-Jährigen

liegt der Anteil bei 50 % versus 8 %. Gleichzeitig nähern sich die

Erwerbsquoten weiter an (74,2 % bei Frauen vs. 82,1 % bei Männern).

Auch bei den Stundenlöhnen ist langfristig eine Annäherung absehbar:

Frauen könnten Männer in den 2050er-Jahren sowohl in Vollzeit- als

auch in Teilzeitbeschäftigung beim Stundenverdienst überholen.

Trotzdem bleibt das durchschnittliche jährliche Arbeitseinkommen

von Frauen aufgrund der höheren Teilzeitquote deutlich niedriger:

2026 verdienen Frauen in Österreich insgesamt 32,5 % weniger als

Männer. Sollten die strukturellen Trends unverändert bleiben, könnte

die Lücke selbst im Jahr 2100 noch bei 17 % liegen.

"Um die verbleibenden Einkommensunterschiede zwischen Frauen und

Männern zu schließen, sind Reformen in allen Phasen des Erwerbslebens

erforderlich", sagt Katharina Utermöhl, Head of Thematic and Policy

Research bei Allianz Research . "Wichtige Maßnahmen sind mehr

bezahlbare Kinderbetreuung, der Abbau steuerlicher Nachteile für

Zweitverdienende und bessere Bedingungen für Vollzeit- oder

vollzeitnahe Arbeit. Gleichzeitig sollten Frauen stärker dabei

unterstützt werden, an künftigen Produktivitätsgewinnen teilzuhaben -

zum Beispiel, indem die 16-prozentige Lücke bei der Nutzung von KI im

Arbeitsalltag [2] geschlossen wird. Für den langfristigen

Vermögensaufbau ist es außerdem wichtig, frühzeitig zu sparen und zu

investieren, um vom Zinseszinseffekt zu profitieren. Eine bessere

Finanzbildung kann die jährliche Rendite um bis zu 1,5 Prozentpunkte

erhöhen.[3]"

Anmerkungen

[1] Um diesen kumulativen Effekt zu messen, hat Allianz Research

ein integriertes Lebenszyklusmodell entwickelt, das Erwerbseinkommen,

Kapitaleinkommen und Pensionen zu einer einheitlichen Kennzahl des

Lebenseinkommens zusammenführt. Damit wird die Einkommensentwicklung

von Frauen und Männern der Geburtsjahrgänge 1975, 2000 und 2025 in

den wichtigsten OECD-Ländern nachgezeichnet.

[2] Quelle: Eurostat (2025), Individuals - Use of Generative AI

Tools

[3] Quelle: Allianz Research (2023), " Playing the Squared Ball:

the Financial Literacy Gender Gap

Rückfragehinweis:

Allianz Österreich

Dr. Thomas Gimesi

Telefon: +43 676 878 222 914

E-Mail: presse@allianz.at

Website: https://www.allianz.at/

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/396/aom

*** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER

INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT ***

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