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Heimische Wirtschaft stagnierte im II. Quartal 2026 30.07.2026, 09:06 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Gemäß der aktuellen Schnellschätzung des WIFO stagnierte die österreichische Wirtschaftsleistung im II. Quartal 2026. Nachdem das BIP in den beiden Vorquartalen um jeweils real 0,2% gegenüber der Vorperiode zulegen konnte, belastete der durch den Iran-Krieg deutlich angestiegene Erdölpreis die heimische Wirtschaft im II. Quartal und unterbrach die konjunkturelle Erholung.

Ersten Berechnungen zufolge lag das BIP real im II. Quartal 2026 in etwa auf dem Niveau des Vorquartals (+0,0%, I. Quartal +0,2%, saison- und kalenderbereinigt). Im Vorjahresvergleich bedeutet dies einen Zuwachs von +0,8% gegenüber dem II. Quartal 2025.

Vor dem Hintergrund des Iran-Krieges verlief die Industriekonjunktur im II. Quartal schwach. Die Wertschöpfung der Industrie (ÖNACE 2008, Abschnitte B bis E) stagnierte (-0,1%, nach + 1,3% im I. Quartal 2026). In der Bauwirtschaft setze sich die rückläufige Entwicklung der Wertschöpfung weiter fort (-0,4% nach - 0,6% im I. Quartal).

Abbildung 1: Entwicklung des realen Bruttoinlandsproduktes - auf der WIFO-Website

In den Dienstleistungsbereichen zeigte sich ein gemischtes Bild. Während in den sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen (ÖNACE 2008, Abschnitte M und N) die Wertschöpfung zurück ging (-0,4%), wurde im Bereich Handel, Verkehr, Beherbergung und Gastronomie (ÖNACE 2008, Abschnitte G bis I) ein leichter Zuwachs verzeichnet (+0,3%). In den Bereichen Information und Kommunikation, Finanz- und Versicherungsleistungen, Grundstücks- und Wohnungswesen (ÖNACE 2008, Abschnitte J bis L) verlief die Dynamik besser (+0,8%).

Die Konsumnachfrage der privaten Haushalte (einschließlich privater Organisationen ohne Erwerbszweck) verlief schwach (-0,1% gegenüber dem Vorquartal), der öffentliche Konsum stagnierte ebenso nahezu (-0,1%).

Die Bruttoanlageinvestitionen verzeichneten hingegen im II. Quartal im Vorquartalsvergleich ein leichtes Wachstum von 0,4% (I. Quartal -0,0%). Vom Außenhandel kamen kaum Impulse (Exporte +0,5%, Importe +0,6%).

Übersicht 1: Ergebnisse der Schnellschätzung der vierteljährlichen Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung - auf der WIFO -Website

Abbildung 2: Langfristige Entwicklung des realen Bruttoinlandsproduktes - auf der WIFO-Website

Zwtl.: Wichtige Information

Die WIFO-Schnellschätzung ist eine erste Schätzung für das vergangene Quartal. Sie baut auf die Quartalsrechnung von Statistik Austria auf und umfasst das BIP sowie Komponenten in der Form von saison- und kalenderbereinigten Veränderungsraten gegenüber dem Vorquartal (Kennzahl laut Eurostat-Vorgabe).

Am 1. September 2026 werden von Statistik Austria die Quartalsdaten für das BIP und die Hauptaggregate für das II. Quartal 2026 auf Basis vollständigerer Daten veröffentlicht.

Rückfragehinweis: Rückfragen bitte am Donnerstag, dem 30. Juli 2026, zwischen 10 und 12 Uhr, an Mag. Sandra Bilek-Steindl, Tel. (1) 798 26 01 - 244, sandra.bilek-steindl@wifo.ac.at und Mag. Dr. Marcus Scheiblecker, Tel. (1) 798 26 01 - 245, marcus.scheiblecker@wifo.ac.at

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OTS0012 2026-07-30/09:00

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