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Inflationsrate sinkt deutlich, doch Konjunktur ist bislang matt 10.02.2026, 09:06 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Wien (APA-ots) - Österreichs Industrie scheint nach Überwindung der

Rezession vorerst

nicht weiter an Schwung zu gewinnen. Der WIFO-Konjunkturtest von

Jänner 2026 zeigte nach dreimaliger leichter Besserung wieder eine

Eintrübung des Konjunkturklimas in der Sachgütererzeugung. Die

internationale Nachfrage nach heimischen Industriegütern leidet unter

der Konjunkturschwäche in der EU und den Zöllen der USA. Die

Inflationsrate halbierte sich im Jänner nahezu gegenüber dem

Vormonat. Auch auf dem Arbeitsmarkt sind Stabilisierungstendenzen

erkennbar.

"Die Zollpolitik der USA hat die Nachfrage aus der EU in den

letzten Monaten verringert. Die von der Regierung Trump beabsichtigte

Reduktion der Auslandsabhängigkeit scheint erste Wirkung zu zeigen",

so der Autor des aktuellen WIFO-Konjunkturberichtes Marcus

Scheiblecker.

Die heimische Industrie hat nach Überwindung der Rezession bisher

nicht spürbar an Dynamik gewonnen und erholt sich nur langsam. Laut

WIFO-Konjunkturtest von Jänner 2026 war in der Sachgütererzeugung

noch keine nachhaltige Stimmungsaufhellung beobachtbar. Dämpfend

wirkt nach wie vor die schwache Auslandsnachfrage nach

Industriegütern. Auch in der Bauwirtschaft überwiegen wieder die

negativen Einschätzungen. Dienstleister sind dagegen mehrheitlich

positiv gestimmt. Auch der Einzelhandel blickt vermehrt mit

Optimismus in die Zukunft.

Im Euro-Raum wuchs die Wirtschaft im IV. Quartal 2025 mit +0,3%

unverändert zaghaft. Hierzu trug nicht nur die anhaltend schleppende

Binnenkonjunktur bei, sondern auch die tendenziell rückläufige

Nachfrage aus den USA. Unternehmensumfragen zeigten zu Jahresbeginn

allerdings eine deutliche Aufhellung an, womit der Euro-Raum auf

Wachstumskurs bleiben sollte.

In Österreich legte das BIP nach vorläufigen Berechnungen des

WIFO im IV. Quartal 2025 nur um 0,2% zu. Für das Gesamtjahr ergibt

sich somit ein realer Anstieg von 0,6% gegenüber dem Vorjahr (saison-

und kalenderbereinigt). Damit ist die heimische Wirtschaft nach zwei

Jahren Rezession wieder gewachsen.

Die Exportnachfrage expandierte im IV. Quartal um 0,6%, dies

glich jedoch den Einbruch im Vorquartal (-1,6%) nicht aus. Der Konsum

der privaten Haushalte wuchs um 0,4%, nach -0,3% im III. Quartal.

Dämpfend wirkt weiterhin die geringe Investitionsnachfrage. Die

Bruttoanlageinvestitionen schrumpften im IV. Quartal um 0,7% (III.

Quartal -0,1%).

Die Inflationsrate, die seit dem Sommer 2025 hartnäckig bei rund

4% verharrt hatte, sank im Jänner nach vorläufigen Berechnungen

kräftig auf 2%. Zum einen entfiel der Basiseffekt infolge des

Auslaufens der Energiepreisbremse, der die Inflationsrate im gesamten

Jahresverlauf 2025 erhöht hatte, und zum anderen dämpften neben

Preisrückgängen einige neu implementierte Maßnahmen der

Bundesregierung die Energiepreise.

Die Lage auf dem Arbeitsmarkt bleibt herausfordernd, jedoch

zeigten sich zuletzt Stabilisierungstendenzen. Zwar stieg die

Arbeitslosigkeit auch im Jänner 2026 im Vorjahresvergleich,

saisonbereinigt kam es jedoch in letzter Zeit zu keinem weiteren

Anstieg mehr.

Abbildung 1: Warenhandel der USA mit der EU 27 - auf der WIFO-

Website

Zu den Definitionen siehe " Methodische Hinweise und Kurzglossar

".

Rückfragehinweis:

Rückfragen bitte am Dienstag, dem 10. Februar 2026, von 10 bis 13

Uhr, an Mag. Dr. Marcus Scheiblecker, Tel. (1) 798 26 01 - 245,

marcus.scheiblecker@wifo.ac.at

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/235/aom

*** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER

INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT ***

OTS0018 2026-02-10/09:00

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