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Unternehmen fragen wieder mehr Kredite nach - langer... 28.10.2025, 10:14 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

APA ots news: Unternehmen fragen wieder mehr Kredite nach - langer Abwärtstrend gestoppt

Österreich-Ergebnisse der euroraumweiten Umfrage über das

Kreditgeschäft (Bank Lending Survey), drittes Quartal 2025

Wien (APA-ots) - Die an der Umfrage teilnehmenden Banken melden eine

gestiegene

Kreditnachfrage der Unternehmen im dritten Quartal 2025. Für das

vierte Quartal 2025 erwarten sie einen weiteren Anstieg. Das beendet

einen langen Abwärtstrend. Zuvor war die Kreditnachfrage der

Unternehmen in einem schwachen Konjunkturumfeld fast drei Jahre lang

gesunken. Es wird sich in den nächsten Monaten in der

Monetärstatistik der OeNB zeigen, in welchem Ausmaß die steigende

Kreditnachfrage von Unternehmen auch zu einer erhöhten

Neukreditvergabe führt. Die Nachfrage der privaten Haushalte nach

Wohnbaukrediten ist im dritten Quartal 2025 ebenfalls gestiegen. Hier

hat sich eine schon länger bestehende spürbare Belebung fortgesetzt.

Das zeigen die Ergebnisse der vierteljährlichen Umfrage der

Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) über das Kreditgeschäft unter

den führenden heimischen Banken. Die aktuelle Umfrage wurde in der

zweiten Septemberhälfte 2025 durchgeführt.

Unternehmenskredite: Nachfrage steigt erstmals nach fast

dreijähriger Abwärtsentwicklung

Die Kreditnachfrage von Unternehmen ist im dritten Quartal 2025

gestiegen - erstmals seit dem dritten Quartal 2022. Für das vierte

Quartal 2025 erwarten die an der Umfrage teilnehmenden Banken einen

weiteren Nachfrageanstieg. Das markiert das Ende einer langen

Abwärtsentwicklung, die vor dem Hintergrund der schwachen Konjunktur

in Österreich und herausfordernden globalen Entwicklungen zu sehen

ist.

In der Vergangenheit hat vor allem ein rückläufiger

Finanzierungsbedarf der Unternehmen für Anlageinvestitionen die

Kreditnachfrage gebremst. Im dritten Quartal 2025 scheint die

Investitionsschwäche nun nicht mehr als die Nachfrage weiter

dämpfender Faktor auf. Unterstützt wurde die Nachfrage zuletzt von

gesunkenen Zinsen für Unternehmenskredite und einer aktiveren

Geschäftstätigkeit von kleinen und mittleren Unternehmen.

Die Kreditangebotspolitik der Banken gegenüber Unternehmen hat

sich seit Mitte 2025 etwas entspannt. Die Angebotspolitik umfasst die

Kriterien der Banken für die Kreditvergabe und die Kreditkonditionen,

etwa Kreditzinsen und Kreditsicherheiten. Insbesondere wurden die

Zinsen und Margen gesenkt. Der wesentliche Grund dafür war die

Intensivierung des Wettbewerbs zwischen den Banken.

Aus der Umfrage geht aber auch hervor, dass die gesamte

Angebotspolitik nach wie vor von der angespannten Risikosituation

belastet wird. Insbesondere die allgemeine Wirtschaftslage und die

Kreditwürdigkeit der Unternehmen werden von den Banken weiterhin als

Risikofaktoren wahrgenommen. Dies hat von Anfang 2022 bis Mitte 2025

zu umfassenden Verschärfungen der Angebotspolitik geführt. Für

Unternehmen ist es somit über die Jahre schwieriger geworden, Kredite

aufzunehmen, weil Banken vermehrt Kreditanträge ablehnen und die

Kreditkonditionen schlechter geworden sind.

Private Wohnbaukredite: Anstieg der Nachfrage setzt sich im

dritten Quartal 2025 fort

Nach einem historischen Tief Anfang 2024 steigt die Nachfrage

privater Haushalte nach Wohnbaukrediten seit dem ersten Halbjahr 2024

wieder. 2024 war der Anstieg noch moderat, in den ersten drei

Quartalen 2025 fiel er deutlicher aus. Im vierten Quartal 2025 soll

sich diese Entwicklung gemäß den Erwartungen der befragten Banken

abgeschwächt fortsetzten.

Hauptgrund für den Nachfrageanstieg sind die gesunkenen Zinsen -

wesentlich bestimmt durch die Zinspolitik der EZB. Von Juni 2024 bis

Juni 2025 hat die EZB ihren Leitzins schrittweise von 4 % auf 2 %

gesenkt. Infolgedessen ist das Zinsniveau allgemein gesunken, und

Kredite sind günstiger geworden.

Die laut Umfrageergebnissen gestiegene Nachfrage der privaten

Haushalte nach Wohnbaukrediten hat auch zu einer gestiegenen

Neuvergabe von Wohnbaukrediten durch die Banken geführt. Gemäß OeNB-

Kreditstatistik wurden von Jänner bis August 2025 pro Monat

durchschnittlich 1,4 Mrd EUR an neuen Wohnbaukrediten vergeben (mit

Spitzen von 1,6 Mrd EUR im April und im Juli). Das ist ein Zuwachs

von 44 % gegenüber dem Jahresdurchschnitt von 2024. Die gestiegene

Nachfrage nach Wohnbaukrediten signalisiert eine weiterhin solide

Neukreditvergabe in den nächsten Monaten. Eine ähnlich expansive

Kreditentwicklung wie in den Jahren der Niedrigzinsphase bis Mitte

2022 ist aber auf absehbare Zeit nicht zu erwarten. Zum Vergleich:

2021 betrug die Neukreditvergabe für privaten Wohnbau

durchschnittlich 2,1 Mrd EUR pro Monat.

Hinweis: Der parallel zur Presseaussendung erscheinende Bericht

beleuchtet diesmal auch die Entwicklung der Zinsen und Raten für neue

Wohnbaukredite im langfristigen Vergleich.

Die Zentralbanken des Euroraums - in Österreich die

Oesterreichische Nationalbank (OeNB) - führen gemeinsam mit der

Europäischen Zentralbank (EZB) seit Anfang 2003 viermal jährlich eine

Umfrage über das Kreditgeschäft im Euroraum durch, um ihren

Informationsstand über das Kreditvergabeverhalten der Banken, die

Kreditnachfrage von Unternehmen und privaten Haushalten, sowie

sonstige die Geldpolitik betreffende Themen zu verbessern. Dabei

werden rund 150 führende Banken aus allen Ländern des Euroraums

befragt, darunter acht Institute aus Österreich.

Ein ausführlicher Bericht über die Österreich-Ergebnisse wird in

der Publikationsreihe "OeNB Reports" veröffentlicht (

https://www.oenb.at/Publikationen/Volkswirtschaft/reports.html ).

Weitere Informationen und Daten zur Umfrage finden sich auf der

OeNB-Website unter https://www.oenb.at/Geldpolitik/Erhebungen/umfrage

-ueber-das-kreditgeschaeft.html .

Die Resultate für den Euroraum werden von der EZB auf ihrer

Website publiziert:

https://www.ecb.europa.eu/stats/ecb_surveys/bank_lending_survey/html-

/index.en.html

Rückfragehinweis:

Oesterreichische Nationalbank

Mag.a Marlies Schroeder, MiM

Telefon: (+43-1) 404 20-6900

E-Mail: marlies.schroeder@oenb.at

Website: https://www.oenb.at

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/156/aom

*** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER

INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT ***

OTS0048 2025-10-28/10:08

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