Außenminister Saar

'Israel hat keine territorialen Ambitionen im Libanon' 28.04.2026, 16:15 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Israel hat nach Darstellung seines Außenministers Gideon Saar "keine territorialen Ambitionen im Libanon". "Unsere Präsenz in den Gebieten an unserer Nordgrenze dient einem einzigen Zweck: dem Schutz unserer Bürger", sagte Saar nach Angaben seines Büros bei einem Treffen mit seinem serbischen Amtskollegen Marko Djuric.

Der rechtsextreme israelische Finanzminister Bezalel Smotrich hatte dagegen kürzlich gefordert, der Litani-Fluss im Süden des Libanon müsse Israels neue Grenze zum nördlichen Nachbarland darstellen. Israel hat im Südlibanon eigenen Angaben zufolge eine sogenannte "Sicherheitszone" eingerichtet. Die libanesische Führung spricht dagegen von einer Besatzung ihres Staatsgebiets.

Israel zerstört laut Saar Infrastruktur im Südlibanon

Saar sagte nun weiter, israelische Soldaten zerstörten derzeit im Südlibanon Infrastruktur der Hisbollah-Miliz. Es handle sich dabei um defensive Einsätze. Die israelische Armee darf sich laut der aktuellen Waffenruhe-Vereinbarung gegen geplante, unmittelbar bevorstehende oder andauernde Angriffe verteidigen, soll aber "offensive" Einsätze gegen Ziele im Libanon unterlassen.

Im Konflikt zwischen der proiranischen Hisbollah und Israel gilt derzeit offiziell eine Waffenruhe. Faktisch kommt es aber fast täglich zu Angriffen beider Seiten.

Israels Außenminister: Waffen auch in Schulen und Kliniken

Israels Armee habe Waffen auch in Schulen und Krankenhäusern im Südlibanon entdeckt, sagte Saar. Auch Privathäuser habe die Hisbollah für ihre Zwecke missbraucht. Israelischen Angaben zufolge sollen alle Häuser in grenznahen Dörfern im Südlibanon zerstört werden. Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz begründete dieses äußerst umstrittene Vorhaben kürzlich damit, dass die Hisbollah die Gebäude für ihre Zwecke nutzen soll. Kritiker halten dagegen, dass die systematische Zerstörung ganzer Dörfer Kriegsverbrechen darstellen.

Laut Außenminister Saar will Israel der Hisbollah die Fähigkeit nehmen, Israel mit ihren Raketen zu bedrohen. Er warf der vom Iran unterstützten Miliz auch vor, sie habe vor dem Krieg geplant, einen ähnlich verheerenden Überfall auf Israel auszuführen wie die Terrororganisation Hamas am 7. Oktober 2023. Israel werde diese "Invasionspläne" verhindern.

Kommentare (0) ... diskutiere mit.
Werbung

Handeln Sie Aktien bei SMARTBROKER+ für 0 Euro!* Profitieren Sie von kostenloser Depotführung, Zugriff auf 29 deutsche und internationale Börsenplätze und unschlagbar günstigen Konditionen – alles in einer innovativen, brandneuen App. Jetzt zu SMARTBROKER+ wechseln und durchstarten!

*Ab 500 EUR Ordervolumen über gettex. Zzgl. marktüblicher Spreads und Zuwendungen.

k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
News-Kommentare
Thema
1 Zahl der Geburten in Deutschland auf niedrigstem Stand der Nachkriegszeit Hauptdiskussion
2 KI-Nutzung in Deutschland nimmt rasant zu Hauptdiskussion
3 Klingbeil plant härtere Gangart gegen Steuerbetrüger Hauptdiskussion
4 Freiheitspreis für Waigel - Verleihung am Tegernsee Hauptdiskussion
5 WDH/Kretschmer: 'Deutschland fährt sich gerade runter' Hauptdiskussion
Alle Diskussionen
Schreib den ersten Kommentar!

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer