Börse Frankfurt-News

"August und September schwächste Monate" (Ausblick) 18.08.2025, 10:00 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

FRANKFURT (DEUTSCHE-BOERSE AG) - Themen der Woche dürften das Trump/Putin-Treffen sowie die US-Geldpolitik sein - auch wegen der Notenbankerkonferenz in Jackson Hole. Die Berichtssaison ist hingegen quasi vorbei. Viele verweisen jetzt auf die meist schwachen Monate August und September.

18. August 2025. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Dass der Trump/Putin-Gipfel in Alaska ohne Ergebnis blieb, war keine große Überraschung. "Much Ado about nothing", kommentiert Dirk Chlench von der LBBW. Am heutigen Montag treffen sich der ukrainische Präsident Selenskyj, Vertreter europäischer Staaten und US-Präsident Trump für weitere Gespräche. "Sicher haben nicht allzu viele Marktteilnehmer mit wirklich greifbaren Resultaten beim Putin/Trump-Treffen gerechnet", erklärt Charttechniker Christoph Geyer. "Keine Resultate dürften dem Aktienmarkt aber auch keinen nachhaltigen Aufwärtsschub bescheren", betont er.

+++

Online-Session heute 12 Uhr: Passende ETFs für Ihre Dividendenstrategie. Mit Dr. Markus Thomas

Hohe Dividendenrenditen bringen Anlegerinnen und Anlegern gerade bei volatilen Weltbörsen Vorteile. Aber welchen nehmen? Dr. Markus Thomas erläutert, welche Dividenden-ETFs besonders überzeugen. Jetzt kostenlos anmelden: boerse-frankfurt.de/webinare

+++

Der DAX steht am Montagmorgen bei 24.350 Punkten nahezu unverändert. Das Rekordhoch vom Juli bei 24.639 Punkten bleibt damit in Sichtweite. Auch der Stoxx Europe 600 hat es nicht mehr weit zu neuen Hochs. In den USA hatten S&P 500 und sogar der lange hinterherhinkende Dow Jones am Freitag neue Allzeithochs erreicht, der Nasdaq 100 vergangenen Mittwoch.

"Die Investoren wollen sich die gute Laune einfach nicht nehmen lassen", bemerkt Claudia Windt von der Helaba und spricht von einer "gewissen Sommerleichtigkeit" an den Börsen. "Allerdings könnte sich dieser Optimismus als trügerisch erweisen", meint sie. Eine schnelle Lösung in der Ukraine und nur moderate Folgen der protektionistischen US-Handelspolitik seien unwahrscheinlich. "Die jüngsten Daten zu den US-Erzeugerpreisen belegen, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis die Unternehmen diese Preissteigerungen an die Verbraucher weitergeben."

Rückenwind von Berichtssaison lässt nach

Martin Hartmann von der Commerzbank verweist auf die langsam auslaufende Berichtssaison. Alle 40 DAX-Konzerne haben bereits ihre Quartalszahlen vorgelegt, diese Woche stehen lediglich noch Zahlen von Unternehmen aus der zweiten und dritten Reihe an, etwa Baywa und CTS Eventim. "Der bisherige Rückenwind von dieser Seite wird nachlassen", erklärt Hartmann.

Die Ergebnisse der DAX-Unternehmen für das zweite Quartal lagen zu 66 Prozent über den Erwartungen, wie Windts Kollege Markus Reinwand feststellt. Beim S&P 500 hätten sogar 81 Prozent der Unternehmen positiv überrascht. "Während für den sehr hoch bewerteten S&P 500 inzwischen zumindest die Gewinnschätzungen nach oben angepasst werden, überwiegen für die DAX-Titel noch die negativen Gewinnrevisionen", erklärt er. Eine über den Erwartungen liegende Beschleunigung der Gewinndynamik zeichne sich gegenwärtig nicht ab.

Unterstützung erführen Aktien in erster Linie durch den expansiven Kurs der Notenbanken. Angesichts rekordhoher Bewertungen insbesondere bei US-Titeln sei dieser Prozess jedoch weitestgehend ausgereizt. Reinwand verweist zudem auf die Saisonalität: "Sowohl für den DAX als auch für den S&P 500 haben sich die Monate August und September im langfristigen Durchschnitt (seit 1965) als die schwächsten im Jahresverlauf erwiesen", erklärt er.

"Schwierigste Phase des Jahres"

Auch Geyer zufolge hat die schwierigste Phase des Jahres begonnen. Diese dauere laut Statistik bis Anfang Oktober. "Nur 26 von 65 Jahren konnten im besagten Zeitraum mit einem Gewinn abgeschlossen werden", stellt er fest. Ohne einen Antrieb von außen, mit der saisonalen Erwartung und den kurz vor Verkaufssignalen stehenden Indikatoren werde es dem DAX sehr schwerfallen, nach oben auszubrechen.

Wichtige Konjunktur- und Wirtschaftsdaten

Mittwoch, 20. August

20.00 Uhr. USA: Protokoll der letzten Fed-Sitzung. Das Sitzungsprotokoll wird der Helaba zufolge von Interesse sein, denn das letzte Meeting endete bekanntermaßen mit zwei Stimmen für eine Leitzinssenkung.

Donnerstag, 21. August

USA: Notenbankkonferenz in Jackson Hole/Wyoming (bis Samstag). Unter anderem wird Fed-Chef Powell eine Rede halten, ebenso EZB-Chefin Lagarde. "Jackson Hole hat in der Vergangenheit schon mehrfach für stärkere Börsenbewegung gesorgt, so beispielsweise 2022, als sich Powell zur konsequenten Bekämpfung der Inflation auch auf Kosten der Wirtschaft aussprach" erklärt die Deutsche Bank. In Folge hätten die US-Leitindizes Tagesverluste von 3 Prozent und mehr verzeichnet.

10.00 Uhr. Eurozone: Einkaufsmanagerindex August. Der kombinierte Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor könnte im August leicht fallen, meint die Commerzbank. Denn die Einkaufsmanagerindizes seien in den vergangenen Monaten schneller gestiegen als andere Frühindikatoren und hätten sich zum Teil schneller verbessert als die tatsächliche wirtschaftliche Entwicklung.

Von Anna-Maria Borse, 18. August 2025, © Deutsche Börse AG

(Für den Inhalt der Kolumne ist allein Deutsche Börse AG verantwortlich. Die Beiträge sind keine Aufforderung zum Kauf und Verkauf von Wertpapieren oder anderen Vermögenswerten.)

Kommentare (0) ... diskutiere mit.
Werbung

Handeln Sie Aktien bei SMARTBROKER+ für 0 Euro!* Profitieren Sie von kostenloser Depotführung, Zugriff auf 29 deutsche und internationale Börsenplätze und unschlagbar günstigen Konditionen – alles in einer innovativen, brandneuen App. Jetzt zu SMARTBROKER+ wechseln und durchstarten!

*Ab 500 EUR Ordervolumen über gettex. Zzgl. marktüblicher Spreads und Zuwendungen.

k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
Weitere News

Gestern 22:15 Uhr • Artikel • dpa-AFX

Gestern 22:14 Uhr • Artikel • dpa-AFX

Gestern 22:01 Uhr • Artikel • dpa-AFX

Gestern 22:00 Uhr • Artikel • dpa-AFX

Schreib den ersten Kommentar!

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer