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Bundesbankpräsident fordert EZB-Zinserhöhung im Juni 01.05.2026, 10:19 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Bundesbankpräsident Joachim Nagel hat sich für eine Zinserhöhung durch die Europäische Zentralbank (EZB) im Juni ausgesprochen. "Aus heutiger Sicht entwickelt sich die Lage weniger günstig als im vorherigen Basisszenario", wird Nagel am Freitag in einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg zitiert. Es sei daher umso angemessener für den EZB-Rat, im Juni zu reagieren, falls sich die Aussichten nicht deutlich verbessern.

Die Äußerungen von Nagel, der auch Ratsmitglied der EZB ist, erfolgten einen Tag, nachdem die Notenbank die Leitzinsen unverändert gelassen hatte. Der für die Finanzmärkte wichtige Einlagensatz liegt damit weiter bei 2,0 Prozent.

Bereits in der Pressekonferenz nach der Zinsentscheidung hatte EZB-Präsidentin Christine Lagarde die Tür für eine Zinserhöhung im Juni offen gehalten. Wegen der Folgen des Iran-Kriegs mit einem starken Anstieg der Energiepreise und einer deutlich erhöhten Inflation bestehe eine "solche Unsicherheit", dass wir die Frage einer Zinserhöhung "auf unserer nächsten geldpolitischen Sitzung erneut prüfen müssen", hatte Lagarde gesagt.

Die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet unter Berufung auf namentlich nicht genannte Insider, dass die EZB die Zinsen bei der nächsten Zinssitzung im Juni voraussichtlich anheben werde, sofern es keine positiven Entwicklungen bei den Energiepreisen und im Konflikt mit dem Iran gebe. Und Bundesbankchef Nagel wird weiter zitiert: "Wir sind uns der Risiken für die Preisstabilität bewusst und jederzeit bereit zu handeln."

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