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Bundesregierung warnt vor Reisen in ganz Russland 01.07.2026, 09:50 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Das Auswärtige Amt hat seine Reisewarnung für Russland angesichts der verstärkten ukrainischen Drohnenangriffe massiv ausgeweitet. Gewarnt wird jetzt vor Reisen im ganzen Land, bisher galt dies nur für die an die Ukraine angrenzenden Gebiete.

Begründet wird dieser Schritt damit, dass in ganz Russland mit "erheblicher Gefährdung" durch Drohnen beziehungsweise Trümmerteilen von Drohnen zu rechnen sei. Für deutsche Staatsangehörige und deutsch-russische Doppelstaatler bestehe zudem die Gefahr willkürlicher Festnahmen.

Die Ukraine verteidigt sich seit mehr als vier Jahren gegen eine russische Invasion. Das Militär hat seine Drohnenangriffe auf Russland zuletzt massiv ausgeweitet und dabei auch Ölraffinerien, Industrieanlagen und Militäreinrichtungen tief im russischen Hinterland getroffen.

"Teilweise erhebliche Schäden" auch in Moskau

Das Auswärtige Amt weist darauf hin, dass nun auch das Stadtgebiet und die weitere Umgebung von Moskau, die Umgebung von St. Petersburg sowie die Leningrader Oblast und andere Orte in Russland verstärkt Ziel massiver Drohnenangriffe seien. "Das Abwehrsystem um Moskau wurde zwar deutlich ausgebaut; dennoch ist es infolge von Drohnenangriffen bzw. aufgrund herabfallender Wrackteile zu teilweise erheblichen Schäden gekommen", heißt es in der Reisewarnung.

Auch der Flugverkehr sei betroffen. "Insbesondere im Westen der Russischen Föderation, aber auch bis weit in die Mitte sowie den Süden des Landes kommt es aus Sicherheitsgründen immer wieder zur mehrstündigen Sperrung von Flughäfen", so das Auswärtige Amt. Dies könne zur Annullierung Hunderter Flüge und zu chaotischen Verhältnissen an betroffenen Flughäfen führen. Der direkte Flugverkehr zwischen Russland und Deutschland sowie anderen europäischen Staaten ist eingestellt, jedoch sind Flüge über internationale Drehkreuze wie Istanbul möglich.

Infolge von Beschädigungen russischer Raffinerien komme es auch zu Engpässen in der Kraftstoffversorgung, heißt es in der Reisewarnung. Teilweise gebe es Mengenbeschränkungen bei der Kraftstoffausgabe, auch in Moskau. "Ferner können Angriffe auf das öffentliche Verkehrsnetz, insbesondere den Zugverkehr, nicht ausgeschlossen werden."

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