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China droht nach EU-Debatte mit möglichen Gegenreaktionen 31.05.2026, 06:56 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Nach einer EU-Debatte zum europäisch-chinesischen Verhältnis warnt China vor Folgen durch weitere Handelsbeschränkungen. Die Volksrepublik hoffe, dass die EU an freiem Handel und fairem Wettbewerb festhalte und Protektionismus sowie Unilateralismus ablehne, teilte das Handelsministerium in Peking mit. Sollte die EU neue einseitige Handelsinstrumente oder diskriminierende Beschränkungen einführen, werde Peking "entschieden zurückschlagen" und "wirksame Maßnahmen" zum Schutz seiner Interessen ergreifen, drohte die Behörde.

Am Freitag hatte das aus 27 Vertretern bestehende Kollegium der Kommissionsmitglieder in einer "Orientierungsaussprache" über das Verhältnis zur Volksrepublik beraten. Entscheidungen gab es keine, waren aber auch nicht erwartet worden. Stattdessen soll das Treffen laut EU-Angaben zu Diskussionen auf dem kommenden G7-Gipfel und der Tagung des Europäischen Rates Mitte Juni führen.

EU-Kommission will einheitliche Reaktion

China sei ein wichtiger Partner, und Austausch sowie Dialog würden fortgesetzt, teilte die Kommission anschließend mit. "Gleichzeitig ist der aktuelle Stand der Handels- und Investitionsbeziehungen nicht nachhaltig", hieß es darin. Durch die stärkere Verflechtung von wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Interessen erforderten "beide Dimensionen" eine entschlossenere und einheitlichere Reaktion, erklärte die Kommission.

Peking betonte unterdessen, dass die Kommunikationskanäle zwischen China und der EU offen seien, und verwies auf laufende Gespräche mit Brüssel zur Einrichtung eines Konsultationsmechanismus für Handel und Investitionen. Das Verhältnis beider Seiten ist nach den EU-Zusatzzöllen auf chinesische E-Autos, Untersuchungen gegen Produkte beider Seiten und Chinas Exportkontrollen auf wichtige Rohstoffe schon länger angespannt.

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