PortfolioPlus
Portfolio-Tracker – Kurse, Renditeanalyse und Dividendenplaner an einem Ort.
Anzeige
'Das ist Nötigung'

Eklat zwischen China und Philippinen 08.09.2026, 07:28 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Auf einem sicherheitspolitischen Forum in Südkorea ist es zu einem Eklat zwischen Vertretern Chinas und der Philippinen gekommen. Während der öffentlichen Debatte beim Seoul Defense Dialogue erhielt der philippinische Verteidigungsminister Gilberto Teodoro eine schriftliche Protestnote der chinesischen Delegation gereicht, die er vor laufenden Kameras als provokanten Einschüchterungsversuch anprangerte: "Das ist keine Grauzone mehr. Das ist tatsächliche Nötigung, Einschüchterung und Aggression", empörte sich der Minister.

Auf der Protestnote war die offizielle Position Pekings im Streit um Einflusssphären im Südchinesischen Meer vermerkt. Die chinesische Haltung missachte die Regeln des Völkerrechts und grundlegenden Anstands, kritisierte Teodoro. Die Philippinen seien täglich mit Drohungen der Volksrepublik China konfrontiert.

Er werde das Schreiben als Andenken daran aufbewahren, "wie verzweifelt China" agiere und wie wenig Wirkung seine Position bei einem freien Publikum entfalte, sagte der Minister - und hielt den Zettel demonstrativ in die Kameras. Die Person, die ihm die Protestnote überreichte, habe ihrem Heimatland einen "großen Dienst" erwiesen: "Ich hoffe, dass Sie dafür nicht in einem Gulag landen." Für seine spontane Reaktion auf das Schreiben erntete Teodoro Applaus des Publikums.

China erkennt Urteil von UN-Schiedsgerichtshof nicht an

Peking beansprucht fast das gesamte Südchinesischen Meer für sich. Allerdings erheben auch andere Länder wie die mit den USA verbündeten Philippinen, Vietnam, Malaysia und auch die Inselrepublik Taiwan Ansprüche auf Teile des rohstoffreichen Seegebiets. Sie verweisen auf die Entscheidung eines UN-Schiedsgerichts aus dem Jahr 2016, die China wiederum nicht anerkennt.

Das Schiedsgericht hatte damals festgestellt, dass die weitreichenden historischen Ansprüche im Südchinesischen Meer, die China vorbringt, keine Grundlage im UN-Seerecht haben. Außerdem verletzte die Volksrepublik durch einige Aktivitäten - etwa Landaufschüttungen und Eingriffe in philippinische Fischerei- und Rohstoffrechte - die Rechte der Philippinen.

Infolge des Streits kommt es im Südchinesischen Meer immer wieder zu Zusammenstößen zwischen chinesischen und philippinischen Schiffen. Dabei setzt die chinesische Küstenwache auch Wasserwerfer gegen philippinische Versorgungsboote ein.

Kommentare (0) ... diskutiere mit.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
Schreib den ersten Kommentar!

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer