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Deutsche Anleihen

Deutliche Kursverluste - Stark gestiegene Ölpreise belasten 01.06.2026, 17:49 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Die Kurse deutscher Staatsanleihen sind am Montag belastet durch gestiegene Ölpreise deutlich gefallen. Der richtungweisende Euro-Bund-Future DE0009652644 sank um 0,53 Prozent auf 125,81 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe stieg auf 3,01 Prozent.

Stark gestiegene Ölpreise heizen erneut die Inflationserwartungen an. Die in der vergangenen Woche erhoffte Einigung zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran blieb aus. Die Lage verschärfte sich zuletzt sogar. Teheran werde den Austausch von Nachrichten mit den USA aus Protest gegen die Eskalation Israels im Libanon einstellen, berichtet die halbstaatliche Nachrichtenagentur Tasnim unter Berufung auf eine Erklärung. Der Iran und die "Achse des Widerstands" hätten die vollständige Sperrung der Straße von Hormus und der Straße von Bab al Mandab am Horn von Afrika auf ihre Agenda gesetzt. Das iranische Verhandlungsteam werde "Gespräche und den Austausch von Dokumenten über Vermittler" aussetzen, hieß es von Tasnim.

Die Festverzinslichen reagieren stark auf die Ölpreisentwicklung. Seit Kriegsbeginn Ende Februar sind die Inflationserwartungen deutlich gestiegen. An den Finanzmärkten wird überwiegend erwartet, dass die Europäische Zentralbank (EZB) in der nächsten Woche ihre Leitzinsen anheben wird. Jüngste Aussagen von EZB-Vertretern deuten auch in diese Richtung.

Die in der Eurozone am Vormittag veröffentlichten Konjunkturdaten bewegten den Markt kaum. Der Umsatz im deutschen Einzelhandel war im April unter anderem wegen schwacher Geschäfte an den Tankstellen erneut gesunken. Die Stimmung in der Industrie der Eurozone hatte sich im Mai laut einer zweiten Schätzung etwas weniger eingetrübt als in einer ersten Schätzung ermittelt. Die Arbeitslosenquote in der Eurozone blieb im April stabil.

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