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Deutsche Anleihen

Kursverluste - gestiegene Ölpreise belasten 11.05.2026, 16:52 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Die Kurse deutscher Staatsanleihen haben am Montag belastet von steigenden Ölpreisen nachgegeben. Der richtungweisende Euro-Bund-Future DE0009652644 fiel um 0,34 Prozent auf 125,29 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe stieg auf 3,04 Prozent.

Eine Öffnung der Straße von Hormus ist nicht in Sicht. US-Präsident Donald Trump bezeichnete die jüngste Antwort des Irans auf den US-Vorschlag für eine diplomatische Lösung als "völlig inakzeptabel". Er stieß weitere Drohungen gegen die Islamische Republik aus.

Der Iran zeigte sich davon unbeeindruckt und stellte seinerseits Forderungen. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu will den Krieg so lange fortführen, bis wichtige Fragen zum iranischen Atomprogramm geklärt sind. Der Ölpreis stieg angesichts dieser Äußerungen wieder an.

"Der Optimismus hinsichtlich eines bevorstehenden Abkommens zwischen den USA und dem Iran ist verflogen, was den Rohölpreis in die Höhe getrieben hat", sagte Warren Patterson, Leiter der Rohstoffstrategie bei ING in Singapur. "Die Befürchtungen einer erneuten Eskalation werden wahrscheinlich zunehmen, was weiteren Spielraum für Preisanstiege lässt."

Steigende Ölpreise belasten die Anleihekurse. Schließlich werden so die Inflationserwartungen angeheizt. Dies erhöht die Erwartung, dass die Europäische Zentralbank ihre Leitzinsen anheben könnte.

In einem Interview mit der "Financial Times" (FT) dämpfte der Vizepräsident der EZB, Luis de Guindos, allerdings die Erwartungen an eine Zinserhöhung etwas. Seiner Einschätzung nach sind die Inflationsrisiken derzeit geringer als vor vier Jahren, als der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine die Energiekosten stark in die Höhe trieb. Nach Einschätzung von de Guindos sollte die Notenbank bei künftigen Zinsentscheidungen nicht überreagieren.

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